Samtgemeinde Grafschaft Hoya stellt Informationsblatt zum Skulpturenweg Warpe vor

Acht Kunstwerke auf 15 Seiten

Die Skulptur „Geöffnete Form“ steht in Helzendorf-Buschort. Zur Vorstellung des neuen Flyers über den Skulpturenweg Warpe trafen sich dort (von links): Warpes Bürgermeister Heinz Wedekind, Gemeindedirektor Wilfried Imgarten, stellvertretender Gemeindedirektor Jürgen Köneking, Geschäftsführer Martin Fahrland von der Mittelweser Touristik und Grundstückseigentümer Heinrich Harries Foto: Horst Friedrichs

Helzendorf - Von Horst Friedrichs. Das Nashorn ist der Blickfang Nummer eins – am Skulpturenweg in Warpe. Es ist lebensgroß und ganz aus blankem Metall. Geschaffen hat es der Künstler Matthias Mauritz aus Hille bei Minden. Jetzt ziert Mauritz’ Nashorn die Titelseite eines druckfrischen 15-seitigen Flyers, den die Samtgemeinde Grafschaft Hoya herausgebracht hat. Warpes Bürgermeister Heinz Wedekind und eine kleine Gästeschar stellten das Informationsblatt am Donnerstagnachmittag im Helzendorfer Ortsteil Buschort vor.

Dort, im Winkel einer Wiese von Heinrich Harries, steht die Skulptur „Geöffnete Form“, ein Werk der Nürnberger Künstlerin Michaela Biet. Der aufgetrennte, drei Tonnen schwere Findling, nimmt Bezug auf die landwirtschaftliche geprägte Umgebung und das Grundprinzip Wachstum und Vermehrung, symbolisiert durch den inneren Hohlraum, der an eine Gussform für einen virtuellen Zellkern erinnert.

Nashörner, so schreibt Künstler Matthias Mauritz über sein imposantes Werk, gibt es auf der Erde seit 50 Millionen Jahren. In Europa starben sie vor etwa 100 000 Jahren aus. Doch einer der Kolosse, sagt Mauritz augenzwinkernd, habe sich in Warpe versteckt. Dort ist er jetzt in metallisch glänzender Form zum Hingucker der besonderen Art geworden. Guter Grund für die Verantwortlichen, ein Bild der gewaltigen Tierskulptur als Coverfoto für den Flyer zu verwenden.

Auf den Innenseiten des Informationsblatts sind Beschreibungen aller acht Werke abgedruckt, die am 16 Kilometer langen Skulpturenweg Warpe installiert wurden. „Im Dezember letzten Jahres haben wir den Skulpturenweg freigegeben, und jetzt können wir den Flyer dazu präsentieren“, sagte Bürgermeister Heinz Wedekind während des Treffens. Weitere Teilnehmer waren Wilfried Imgarten, Warpes Gemeindedirektor und stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik in Nienburg, Jürgen Köneking, Warpes stellvertretender Gemeindedirektor, und Grundstückseigentümer Heinrich Harries.

Der Flyer enthält allgemeine Informationen über den Skulpturenweg und Details über die einzelnen Kunstwerke. Außerdem werden die Gemeinde Warpe und die Samtgemeinde Grafschaft Hoya beschrieben. Ein farbiger, übersichtlicher Lageplan zeigt die Positionen der einzelnen Skulpturen, und überdies gibt es Hinweise auf die verschiedenen Gaststätten im Raum Warpe. „Die gesamten 16 Straßenkilometer des Skulpturenwegs sind mit Auto befahrbar“, betonte Bürgermeister Wedekind bei der Vorstellung des Flyers. Natürlich sei die Strecke auch wie geschaffen für Radfahrer, und letztlich könne man sie auch zu Fuß bewältigen. Der Gesamtbetrag der Kosten für den Skulpturenweg belaufe sich auf 83 600 Euro; an Zuschüssen habe es dafür 74 000 Euro gegeben.

Vor der Einweihung des Skulpturenwegs am 19. Dezember vergangenen Jahres, so berichtete stellvertretender Gemeindedirektor Jürgen Köneking, seien bereits am 6. Dezember bei jeder einzelnen Skulptur Beschilderungen aufgestellt worden. Die Hinweistafeln enthalten aufschlussreiche Informationen über das jeweilige Kunstwerk.

Nach Bünkemühle und Hohnholz, schilderte Bürgermeister Wedekind, solle ein dritter Mühlenumfluter, für die Wassermühle Heuermann in Helzendorf, bereits Ende dieses Monats oder Anfang August gebaut werden. Für das 350 000-Euro-Projekt müsse eine Kreisstraße umgeleitet werden.

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