Frage nach Ersatzneubau bleibt unbeantwortet

Brücke in Eystrup jetzt ein Stück Geschichte: Abriss ohne Zwischenfälle

Viele Anwohner statteten der Baustelle am Dienstag einen Besuch ab, um entweder aus der Ferne staunend zuzuschauen oder
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Viele Anwohner statteten der Baustelle am Dienstag einen Besuch ab, um entweder aus der Ferne staunend zuzuschauen oder

Eystrup – Gute Nachrichten aus Eystrup: Die bereits in den 60er-Jahren erbaute Brücke über die Bahnstrecke in Eystrup-Doenhausen konnte Montagnacht erfolgreich abgerissen werden. Bereits Dienstagmittag ist fast nichts mehr von der Überführung zu sehen – nur die An- und Abfahrtstraße bleibt.

„Es gab keinerlei Probleme oder Zwischenfälle, und wir liegen sehr gut im Zeitplan“, erläuterte Kai Holtermann, Baustellenleiter und Inhaber des ausführenden Bauunternehmens Ewald Knak GmbH, gestern Nachmittag vor Ort. Die Brücke, die seit Dezember 2019 wegen festgestellter baulicher Mängel für den Fahrzeugverkehr gesperrt worden war, ist somit ein Stück Geschichte geworden. Zuletzt durften nur noch Fußgänger und Radfahrer die Überführung nutzen.

„Wir haben besonderes Glück mit dem Wetter gehabt“, so eine Mitarbeiterin. „Wäre die Temperatur wirklich auf minus acht Grad gesunken und hätte es geregnet, wie der Wetterbericht angekündigt hatte, wäre der Abriss vermutlich nicht so glatt gelaufen.“ Da aber alles passte, mitunter aufgrund der präzisen Vorbereitung und -planung der Maßnahme, wie Holtermann lobend anmerkte, könne auch das sehr kleine Zeitfenster, das die Deutsche Bahn im Voraus vorgegeben hatte, eingehalten werden. „Bis halb fünf Uhr morgens müssen wir fertig sein, aber ich glaube, dass wir um Mitternacht einpacken können. Dann sollten die abschließenden Arbeiten durch sein“, schildert Holtermann, Nachfolger von Knak, weiter.

Am Dienstagnachmittag konnte bereits mit den abschließenden Aufräumarbeiten begonnen werden.

Ob die Brücke irgendwann erneuert werden soll, steht noch nicht fest. Eystrups Bürgermeister Jost Egen hält die Überführung jedoch für essenziell wichtig, wie er im September während der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Wirtschaftsausschusses, welcher sich mit dem Thema befasste, betonte (wir berichteten). „In einem Notfall wäre die Verbindung für beispielsweise die Feuerwehr oder das DRK aus Nienburg nicht gesichert. Hinter der Bahn wohnen um die 600 Menschen. Dort sind zudem Firmen angesiedelt“, begründete er damals die Wichtigkeit der Brücke.

Deswegen beantragte der Rat Eystrup schon 2020 bei der Samtgemeinde, die Planungen für einen Neubau schnellstmöglich aufzunehmen. „Den Antrag wird die Samtgemeinde Anfang 2022 beraten“, sagte Jürgen Köneking, Leiter des Liegenschaftsmanagments der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, zum weiteren Verfahren.

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