Wohnmobilstellplatz der Stadt Hoya mit neuer Infrastruktur ausgestattet

Ab jetzt fünf Euro pro 24 Stunden

Die Überdachung des neuen Parkscheinautomaten ist noch provisorisch. Detlef Meyer, York Schmelter, Martin Fahrland und Anna Muckelberg freuen sich dennoch über die Fertigstellung  
Foto: Jannick Ripking
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Die Überdachung des neuen Parkscheinautomaten ist noch provisorisch. Detlef Meyer, York Schmelter, Martin Fahrland und Anna Muckelberg freuen sich dennoch über die Fertigstellung Foto: Jannick Ripking
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Hoya – Bis zu 1 800 Wohnmobile kommen pro Jahr zum Stellplatz in Hoya – Tendenz steigend. Pünktlich zum Start des Sommertourismus wartet der Wohnmobilstellplatz Weserblick mit einer neuen Infrastruktur auf. Die Corona-Krise habe in diesem Jahr für einen regelrechten Boom beim Wohnmobiltourismus gesorgt. Dementsprechend stolz und erleichtert, zeigten sich Stadtdirektor Detlef Meyer und Wirtschaftsförderer York Schmelter darüber, dass die Umbaumaßnahmen am Stellplatz nun beendet sind. „Genau zur rechten Zeit“, kommentierte York Schmelter.

Neu sind drei Stromladesäulen mit insgesamt 12 Anschlüssen. Somit gewährleiste die Stadt, dass alle elektrischen Geräte an und in Wohnmobilen extern betrieben werden können. Das sorge laut Schmelter dafür, dass Wohnmobilisten insgesamt flexibler seien und länger in Hoya verweilen können.

Die Ver- und Entsorgungseinrichtungen sind komplett neu errichtet worden. War die Trinkwasserversorgung und -entsorgung vor der Neugestaltung noch in einer Säule untergebracht, so gibt es jetzt zwei separate Säulen. Zusätzlich sei die gesamte Fläche jetzt leichter zu befahren und zu reinigen. „Alles ist besser und praktischer geworden“, meinte York Schmelter.

Ab jetzt kostet die Nutzung des Stellplatzes fünf Euro pro 24 Stunden. Dafür errichtete die Stadt einen Parkscheinautomaten. „Der Gast ist bereit, für Qualität zu bezahlen“, erklärte der Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik Martin Fahrland, der sich selbst ein Bild von der neuen Infrastruktur machte. In unregelmäßigen Abständen kontrolliere die Stadt, ob die Gebühren auch von den Gästen bezahlt werden. „Schwarze Schafe gibt es immer“, sagte York Schmelter, aber bisher habe es noch keinen „Falschparker“ gegeben.

„Der Erfolg eines Stellplatzes hängt von der Lage ab“, meinte Fahrland. In Hoya sei die Lage hervorragend. Erstens, weil die Innenstadt und somit auch die Nahversorgung fußläufig zu erreichen sei. Zweitens, weil sich einige touristische Höhepunkte – wie zum Beispiel der Mittelpunkt von Niedersachsen in Hoyerhagen – in unmittelbarer Nähe befinden und in Kombination mit einer Radreise zu verbinden seien.

Heinz Heinemann ist Wohnmobilist und kommt aus Zewen. Er war einer der ersten, die die neue Infrastruktur testen konnten. „Der Platz ist gelungen“, sagte er. „Die Stromversorgung ist toll und funktioniert wunderbar.“ Auch wegen die Parkgebühr gebe es keinen Anlass, sich zu beschweren: „Der Preis ist sehr in Ordnung. Da gibt es deutlich teurere Stellplätze von dieser Qualität.“

Rund 64 000 Euro kostete die Erneuerung der Infrastruktur des Stellplatzes Weserblick. „Ohne Förderung wäre das nicht machbar gewesen“, sagte Stadtdirektor Detlef Meyer. Dieser Aufgabe nahm sich das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) an.

Mit etwa 30 500 Euro förderte das ArL das Projekt. Das enspricht 53 Prozent der Gesamtkosten. „Wir freuen uns, dass in Hoya so viel für den regionalen Tourismus getan wird“, sagte Anna Muckelberg stellvertretend für das ArL. „Solche Maßnahmen unterstützen wir gerne.“

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