„4G“ fest im Blick

Kulturfest und langer Samstag: „Hoya ist wieder da“

Musiker bei einem Mittelalterfest
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Ein Highlight mit Hits der Alten Welt: Die Gruppe „Guardiani dell’Oca“ erfreute ihr Publikum mit temperamentvollen Klängen aus dem Süden.

Hoya – Der „Brückenschlag“ ist gelungen. Dass Hoya durch die Weser eher verbunden als geteilt ist, bewies am Wochenende eine Doppelveranstaltung: Der Katharinenmarktverein lud zum Kulturfest im Bürgerpark, einer verkleinerten Version des großen Katharinenmarkts. Die Fördergemeinschaft lud zum langen Samstag, einer ebenfalls abgespeckten Variante des traditionellen Herbstmarkts mit Flohmarkt und verkaufsoffenem Sonntag.

Beide Veranstaltungen standen unter den strikten Regeln eines Hygienekonzepts zur Coronapandemie.

Sowohl das Kulturfest im Bürgerpark als auch der lange Samstag in der Innenstadt öffneten ihre Pforten in den Mittagsstunden des Sonnabends. Schon bald setzte ein reger Pendelverkehr über die Weserbrücke ein. Menschen in mittelalterlicher Kleidung strebten in die Altstadt, um dort – vor dem Hintergrund des Heerlagers – die Scharen von Mittelalter-Fans zu treffen, die sich im Bürgerpark versammelten. Auf der westlichen Weserseite war die große Zahl der verfügbaren Parkplätze unterdessen rasch vergeben.

Coronabedingungen mussten hier wie dort eingehalten werden. Eingangs- und Ausgangsbereiche im eingegrenzten Bürgerparkgelände waren mit grafenzeitlich gewandeten Wächtern besetzt. Gestrengen Auges wachten sie über die Einhaltung der drei „Gs“ – geimpft, getestet, genesen. Überdies wurden nicht nur die Personalien jedes Besuchers festgehalten, auch die Zahl der Anwesenden wurde akribisch ermittelt. Gezählt wurden die Besucher, die das Gelände des Kulturfests betraten, und ebenso jene, die den Festbereich dauerhaft verließen.

Hinzu kam ein ständiger Abgleich der Zahlen zwischen Eingang und Ausgang. Auf die Weise wurde gewährleistet, dass die zugelassene Höchstzahl von 1 000 Besuchern zu keinem Zeitpunkt überschritten wurde. „Eine schwierige Aufgabe“, sagte Jens Wicke von der Ausgangskontrolle im Kreiszeitungs-Gespräch. „Hinzu kommt, dass bei uns vier ‘Gs’ gelten. Das vierte für ‘gestempelt’.“ Besagten Stempel erhielten die Leute, die das Kulturfestgelände nur vorübergehend verließen.“ Vor dem Eingangsbereich bildeten sich währenddessen immer wieder Warteschlangen. „Aber die Stimmung ist gut“, ergänzte Jens Wicke.

Während nach dem Beginn des Kulturfests die italienische Gruppe „Guardiani dell’Oca“ – sprich, „Gänsewächter“ – das Programm eröffneten, versammelte sich eine rasch wachsende Zahl von Zuhörern rund um die Bühne und vor der doch beachtlichen Zahl von Ständen im Park. Auch im weiteren Verlauf des Programms (wir berichteten) wurden die „Guardiani dell’Oca“ für ihre heiteren Gesänge mit viel Applaus bedacht, wie auch der Chor „Vervoices“ und die Hausband „Comes Vagantes“. Wie die Zahl der Mitwirkenden war auch die Zahl der Helfer deutlich kleiner als beim großen Katharinenmarkt. „Da entstehen schon gemischte Gefühle, wenn man nur Besucherin ist, statt, wie sonst, aktiv mitzumachen“, schildert Vanessa Dudde, Katharinenmarktvereins-Mitglied aus Bruchhausen-Vilsen, ihre Empfindungen beim Rundgang über das Kulturfestgelände. Dennoch bereite es Freude, das Gebotene zu erleben. Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag machten die Veranstalter des Kulturfests ebendies möglich.

Auf der anderen Weserseite herrschte am Sonnabend bis 18 Uhr nicht minder große Freude über das Angebot der Fördergemeinschaft. „Wir sind froh, dass wir unser Angebot wieder zeigen können“, erklärte Pizzabäckerin Karla Schlemermeyer aus Nienburg.

„Hoya ist wieder da“, umschreibt Marion Koppermann von der Fördergemeinschaft den wichtigsten Effekt des langen Samstags, der nach den geltenden Coronaregeln reibungslos über die Bühne ging. Und ihr Fazit: „Wir als Veranstalter sind mit dem Tag zufrieden. Es war ein stimmungsvoller, entspannter Sonnabend. Wir haben uns über jeden gefreut, der da war. Alle haben sich an die Abstandregeln gehalten.“

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