24-Stunden-Aktion der Jugendfeuerwehr Bücken und Umgebung / Sieben Einsätze / Auch Kinderfeuerwehr beteiligt

Retten, löschen, bergen, schützen – wie die Großen

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Gespannt verfolgt die Kinderfeuerwehr den Übungseinsatz der Jugendfeuerwehr Bücken und Umgebung am Kindergarten „Sterntaler“ in Bücken. Unter Atemschutz rückten die Jugendlichen in das Gebäude vor.

Bücken - Insgesamt sieben Mal musste kürzlich die Jugendfeuerwehr Bücken und Umgebung zu Übungseinsätzen ausrücken. Bis ins Detail hatten die Betreuer der Aktion „24 Stunden Berufsfeuerwehr“ die Szenarien ausgearbeitet – unter Mithilfe der umliegenden Ortsfeuerwehren, die auch Fahrzeuge zur Verfügung stellten.

Außerdem beteiligten sich erstmals die Mitglieder der Kinderfeuerwehr Bücken und Umgebung an einem Übungseinsatz – als Statisten.

Ziel der Aktion war es, den Jugendlichen das Gefühl vom Feuerwehrleben zu vermitteln. „Gemeinschaft, Zusammenhalt und Spaß sind keinesfalls zu kurz gekommen“, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Timo Becker, der die Aktion im Folgenden schildert.

Der Übungstag startete um 9 Uhr mit dem Beziehen der Wache, wo die Jugendlichen außerhalb der Einsätze die kommenden 24 Stunden verbrachten. Jugendwartin Jessica Eschenhorst teilte die Gruppen ein und gab wenig später die Einweisung für den ersten Einsatz, eine Gefahrgutlage.

Als die gemeistert war, nutzten die Mädchen und Jugend das Mittagessen für eine Verschnaufpause. Aber die Ruhe war von kurzer Dauer, denn am Schweringer See wurde ein Brand gemeldet.

Nachdem auch dieser Einsatz abgearbeitet war, stand die Fahrzeug- und Gerätepflege auf dem Plan. Ab 16 Uhr ging es dann aber Schlag auf Schlag zu weiteren Einsätzen. Noch während der Löscharbeiten bei einem Kleinbrand auf dem Dorfplatz wurde die Besatzung des Gerätewagens zu einem Unfall gerufen. Eine Person war unter einem Frontlader eingeklemmt. Erfolgreich befreiten die Jugendlichen die Übungspuppe aus ihrer Notlage.

Wer sich jedoch schon auf das Abendbrot gefreut hatte, musste sich vorerst in Geduld üben. Der nächste Einsatz verlangte nämlich den vollen Einsatz der Jugendfeuerwehr. Gemeldet wurde der Brand eines Nebengebäudes des Kindergartens „Sterntaler“ in Bücken. Dabei mimten acht Mädchen und Jungen aus der Kinderfeuerwehr eine Kindergartengruppe. „Wir wollen sehen, wie ihr das Erlernte im Brandfall anwendet“, sagte Kerstin Paul, die Leiterin der Kinderfeuerwehr Bücken. Sie spielte dabei auf das richtige Verhalten im Brandfall und einen korrekten Notruf an. Die Kinder wählten unverzüglich die 112. Am anderen Ende der Leitung nahm Bückens Ortsbrandmeister Wilhelm Schumacher den Anruf entgegen und alarmierte die „Berufsfeuerwehrwache Bücken“.

Schon bei ihrer Anfahrt sahen die Jugendlichen Rauch aufsteigen. An den Fenstern standen die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr und warteten auf Hilfe. Sofort verlegte die Jugendfeuerwehr Schläuche und legte Atemschutz an.

Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann hatte seine Aufgabe, egal ob im Einsatzleitwagen oder als Atemschutz-Überwachung, ob bei der Einsatzdokumentation oder der Betretung der Medien.

Als der Einsatz abgearbeitet war, gab es endlich Abendessen – aber noch keinen Feierabend. Erst mussten die Jugendlichen noch einen Waldbrand in Warpe löschen. Dann endlich hatten sie etwas Zeit für sich und den Spieleabend.

Ihre Nacht war dann schon wieder früh beendet, denn sie wurden gegen 6 Uhr zu einem Verkehrsunfall im Fasanenweg in Bücken gerufen. Schließlich endete um 9 Uhr ihre 24-Stunden-Schicht.

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