Land bezuschusst Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya

180.000 Euro Förderung für den Kauf zweier Linienbusse

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Werkstattleiter Ralf von Weyhe, Prokuristin Marion Koppermann, Geschäftsführer Uwe Roggatz und Landrat Detlev Kohlmeier (von links) vor den beiden neuen Linienbussen, die die Verkehrsbetriebe bei einem Pressetermin vorgestellt haben.

Hoya - Von Michael Wendt. „Wir haben dem Landkreis 180.000 Euro beschafft“ – so fasst es der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya (VGH), Uwe Roggatz, zusammen. „Der Antrag war ein kleiner Aufwand, und wir haben großen Nutzen davon“, sagt er und meint damit den Kauf zweier neuer Linienbusse. Dafür haben die VGH die genannte Förderung vom Land erhalten.

Das Geld reichen sie Stück für Stück an den Landkreis weiter, denn der ist für die Sicherstellung des Linien- und Schülerverkehrs zuständig. Im Nordkreis hat er dafür die VGH als Vertragspartnerin an seiner Seite. In den Genuss einer Fahrt mit den neuen Bussen kommen die Fahrgäste der Linien 20 (Hoya – Nienburg, über Bücken) und 30 (Hoya – Nienburg, über Eystrup).

Weniger Verbrauch, weniger Schadstoffausstoß, weniger Wartungsaufwand bei gleichzeitig mehr Service und Komfort für Fahrgäste und Fahrer – Uwe Roggatz schwärmt von den neuen Bussen. Sie ersetzen zwei Modelle, die seit 16 beziehungsweise sogar 21 Jahren fahren. 860.000 Kilometer hat das ältere der beiden nun ausgesonderten Modelle auf dem Tacho, sagt VGH-Werkstattleiter Ralf von Weyhe.

230.000 Euro pro Bus

Die neuen Busse kosten pro Fahrzeug netto 230.000 Euro. „Das stemmt man in einem eher kleinen Unternehmen wie den VGH nicht mal eben so“, sagt der Geschäftsführer. Das Land habe erkannt, dass die Busflotten in Niedersachsen zunehmend veralten und deshalb ein Förderprogramm aufgelegt. Ein Solches gab es früher schon einmal, dann aber von 2005 bis 2015 gar nicht mehr, sagt Roggatz.

Landrat Detlev Kohlmeier ist froh über das Engagement der VGH. „Wenn Herr Roggatz die Förderung beim Land einwirbt, dann ist das für uns natürlich ein Kostenvorteil“, sagt er und lobt die Verkehrsbetriebe, an dem der Landkreis Anteile besitzt: „Was das Team hier macht, ist längst nicht selbstverständlich. Es läuft hervorragend.“

Weniger Dieselverbrauch

Selbst wenn die VGH die erhaltenen Fördergelder über die nächsten zehn Jahre an den Landkreis weiterreichen müssen, so profitieren sie auch selbst davon. Unter anderem beim Dieselverbrauch, der auf 24 bis 25 Liter pro 100 Kilometer sinkt. Die alten Busse schluckten über 30 Liter. „Und es ist nicht wie bei Diesel-Pkw – in Bussen funktioniert dank Harnstoff-Einspritzung die Abgasreinigung“, betont Uwe Roggatz.

Die neuen Busse erfüllen den Euro-6-Standard und tragen das vom Bundesumweltamt verliehene Umweltsiegel „Blauer Engel“.

Integrierte Löscheinrichtung

Es handelt sich um zwei „Citaro“-Modelle von Mercedes Benz mit 40 Sitz- und 60 Stehplätzen sowie einem Behindertensitz. Die Mitnahme eines Rollstuhls ist über eine integrierte Rampe problemlos möglich. Die jeweils nächste Haltestelle wird auf Displays angezeigt sowie angesagt.

Eine Technik von derer Existenz die Passagiere bestenfalls nie etwas mitbekommen, ist die integrierte Löscheinrichtung. Wird es im Motorraum oder der Heizanlage zu heißt, schmilzt ein darin verlegter Spezialschlauch, woraufhin automatisch die Brandlöschanlage anspringt. „Wir werden diese Technik in unseren anderen Bussen nachrüsten“, verspricht Uwe Roggatz. Sie kostet pro Bus gute 3.000 Euro.

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