Bauarbeiten nach neun Monaten beendet

Schiffsliegestelle in Hoya: 1,5-Millionen-Projekt fertiggestellt

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Die neue Liegestelle erstreckt sich über eine Länge von 170 Metern.

Hoya - Von Uwe Campe. Nach rund neunmonatiger Bautätigkeit sind die Arbeiten an der Schiffsliegestelle in Hoya inzwischen abgeschlossen worden. Wie Achim Stemmann und Michael Hustedt von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in einem Gespräch mit der Kreiszeitung mitteilten, können die jetzt fertiggestellte neue Spundwand sowie die landseitigen Anlagen ab sofort wieder von der Schifffahrt zum Festmachen genutzt werden.

Der etwa 170 Meter lange Ersatz der Spundwand war erforderlich geworden, nachdem vor zwei Jahren an dem 40 Jahre alten Bauwerk zahlreiche, zum Teil gravierende Schäden und Mängel festgestellt worden waren, durch die der Sicherheitsstandard der Anlage nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Im Rahmen der Baumaßnahme wurde direkt vor der vorhandenen eine neue Spundwand eingebracht. Für die 15 Meter langen Spundbohlen, die circa neun Meter im Untergrund eingebunden sind, wurden allein etwa 320 Tonnen Stahl verarbeitet. Die fünf Hochwasserdalben, die für sicheres Anliegen und Festmachen bei höheren Wasserständen vorgesehen sind, haben sogar eine Länge von 19,5 Meter und reichen zwölf Meter tief in den Untergrund. 

Anschließend wurde die Wand mit 78 sogenannten Verpresspfählen im Erdreich verankert sowie mit mehreren Nischen-, Kopf- und Kanten-Pollern sowie elf Steigleitern versehen. Darüber hinaus wurde die Befestigung der Anlage, die auf etwa 1 000 Quadratmeter eine neue sechs Meter breite Pflasterung erhalten hat, vorgenommen.

Achim Stemmann und Michael Hustedt vom Wasser- und Schifffahrtsamt sind froh, dass das Bauprojekt erfolgreich beendet werden konnte.

Da Hoya in diesem Bereich in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit Bombenfunden aus dem Zweiten Weltkrieg gemacht hat, kam der Kampfmittelerkundung vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahme besondere Bedeutung zu. Glücklicherweise spürten die Einsatzkräfte aber keine weiteren Bomben auf.

Insgesamt konnten alle Arbeiten reibungslos und planmäßig ausgeführt werden, zumal auch keine Frost- und Hochwasserperioden für längere Verzögerungen sorgten. Da sich zudem die Kosten des aus Bundesmitteln finanzierten Projekts mit rund 1,5 Millionen Euro erfreulicherweise im Rahmen der Planungen bewegten, kann die Abwicklung des gesamten Vorhabens laut den Verantwortlichen als durchaus gelungen angesehen werden.

Am optischen Gesamteindruck der Schiffsliegestelle hat sich durch die Baumaßnahme wenig geändert. Lediglich die Pflasterflächen wurden geringfügig anders gestaltet und die vorhandene Beleuchtung wurde durch fünf neue Mastenleuchten mit LED-Technik ersetzt.

Komplettiert werden soll die Anlage in nächster Zeit noch durch bis zu vier Stromladestationen, um den festmachenden Schiffen die Möglichkeit zu geben, sich unabhängig vom Schiffsdiesel auf umweltfreundliche Weise mit Strom zu versorgen.

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