Polizei entdeckt auch Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Geschwindigkeitskontrollen in Nienburg: Mehrere Raser müssen „Lappen“ abgeben

Polizei-Kelle
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Erfolgreich waren die Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen der Nienburger Polizei am Wochenende.

Nienburg. Sechs Autofahrer, die am Wochenende in Nienburg viel zu schnell, betrunken oder unter Drogen unterwegs waren, werden einige Zeit auf ihre Führerscheine verzichten müssen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei an mehreren Orten im Nienburger Stadtgebiet. Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Mit erschreckendem Resultat: Sechs Autofahrer waren sie schnell unterwegs, dass sie für einige Zeit ihren Führerschein abgeben müssen.

18-Jähriger war 69 Stundenkilometer zu schnell unterwegs

Für die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung in der Nacht war ein 18-jähriger verantwortlich, der auf der Südumgehung Nienburg bei erlaubten 70 Stundenkilomteren (km/h) mit 139 gemessen wurde. Der Raser hatte seinen Führerschein seit genau einem Monat und war mit dem Audi seines Vaters unterwegs. Den 18-jährigen erwartet ein Bußgeld im hohen dreistelligen Bereich und eine Nachschulung. Seinen Führerschein muss er für zwei Monate abgeben und es gibt zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei.

Gegen 1 Uhr waren zwei weitere Verkehrsteilnehmer auf der Verdener Landstraße viel zu schnell unterwegs. Bei erlaubten 50 Km/h wurde zunächst ein 20-Jähriger mit 93 Km/h gemessen. Kurze Zeit später ist an gleicher Stelle ein 29-jähriger Taxifahrer mit 88 Km/h gemessen worden. Auch hier müssen beide Verkehrsteilnehmer mit einem dreistelligen Bußgeld rechnen. Es kommen ein einmonatiges Fahrverbot und ebenfalls zwei Punkte in Flensburg auf die Gemessenen zu.

Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs

Bei einer weiteren Verkehrskontrolle wurde gegen 20.32 Uhr ein Pkw eines Pflegedienstes angehalten und kontrolliert. Bei der 57-jährigen Fahrzeugführerin wurde von den Beamten Atemalkoholgeruch festgestellt. Ein Test ergab eine Atemalkoholkonzentration von 0,96 Promille. Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und entnommen. Der Fahrzeugführerin droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, auch hier verbunden mit einem einmonatigen Fahrverbot und zwei Punkten.

Der gleichen Streifenwagenbesatzung fiel gegen 22:48 Uhr ein weiterer Pkw im Stadtgebiet auf, dessen Kontrolle den Verdacht erbrachte, dass der 25-jährige Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss stand. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Bestätigt die Blutuntersuchung, dass der junge Mann seinen Pkw unter Drogeneinfluss geführt hat, erwartet auch ihn ein Bußgeld von 500 Euro für die Fahrt unter Beeinflussung durch berauschende Mittel, wieder einhergehend mit einem einmonatigen Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg. Nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft Verden wurde im weiteren Verlauf der Kontrolle der Pkw des 25-Jährigen vor Ort durchsucht. Die Durchsuchung förderte eine geringe Menge einer Substanz zu Tage, bei der es sich wohl um Drogen gehandelt haben dürfte. Eine Untersuchung der Substanz steht hier noch aus. Des Weiteren wurde im Pkw ein Teleskopschlagstock aufgefunden, den der Kontrollierte nicht hätte führen dürfen. Hier wurden weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Fahrer erwartet Strafverfahren

Gegen 2 Uhr in der Nacht wurde im Bereich der Zentraldeponie Krähe ein mit drei Personen besetzter Pkw angehalten und kontrolliert. Ziemlich schnell wurde in der Kontrolle klar, dass der 25-jährige Fahrzeugführer alkoholisiert war. Der folgende Alkotest vor Ort ergab einen Wert von 1,98 Promille. Folge war die dritte Blutentnahme bei einem Fahrzeugführer in der laufenden Nacht. Bei diesem Wert muss sich der Fahrzeugführer einem Strafverfahren wegen „Trunkenheit im Verkehr“ stellen. Zu erwarten ist die Entziehung der Fahrerlaubnis des alkoholisierten Fahrzeugführers, zu deren Vorbereitung der Führerschein vor Ort bereits beschlagnahmt wurde. Dazu kommt erfahrungsgemäß eine einkommensabhängige Geldstrafe. Sollte die Blutuntersuchung des Beschuldigten einen Wert von über 1,6 Promille Blutalkoholkonzentration ergeben, muss sich der Fahrzeugführer einer medizinisch-psychologischen Untersuchung stellen, um nach Ablauf einer mehrmonatigen Sperrfrist seinen Führerschein wiederbekommen zu können. Überhöhte Geschwindigkeit und fahren unter Alkohol- und Drogenbeeinflussung gehören deutschlandweit zu den Hautunfallursachen. Nicht zuletzt deshalb müssen sich Verkehrsteilnehmer auch künftig auf zielgerichtete Kontrollen einstellen. Verstöße in diesen Deliktsbereichen werden konsequent verfolgt, mahnt die Nienburger Polizei.

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