Fahrzeuge des Betriebs Abfallwirtschaft Landkreis Nienburg (BAWN) haben Navis an Bord

„Gelbe Säcke“: GPS hilft den Abholern

Frido Dieckmann (l.) am GPS-Fahrzeug mit seinen Mitarbeitern (v.l.) Matthias Große, Alexander Klenke, Fred Grimmelmann, Christian Reder, Ulrich Dröge und Robby Meine.

Nienburg - NIENBURG · Wenn der Betrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Nienburg (BAWN) mit dem neuen Jahr auch die Wertstoff-Erfassung im Landkreis Nienburg übernimmt, soll das für die Bürger reibungslos verlaufen. BAWN-Vorstand Frido Dieckmann hat zur Bewältigung dieser logistischen Herausforderung eine klare Ansage gemacht: „Das muss von Anfang an klappen!“ Damit alles klappt, komme es vor allem auf die Menschen und die Technik an.

BAWN-Vize Arne Henrik Meyer ist zuversichtlich: „Die Fahrer verfügen allesamt über einschlägige Erfahrung, das ist für sie kein Neuland. Außerdem sind die drei Fahrzeuge mit einem GPS-Navigationssystem ausgestattet, mit dem die Mitarbeiter über die verschiedenen Abfuhr-Touren gelenkt werden können.“

Die Software dafür stammt, so Meyer, ursprünglich aus der Logistik-Branche. Für ihren Einsatz in der Abfallwirtschaft wurden alle Touren im Landkreis Nienburg abgefahren und in den Bordrechner eingespeist. „Dadurch wird das Risiko, dass Straßen oder Häuser vergessen werden, minimiert“, erklärte Meyer. Außerdem sei so sichergestellt, dass die wirtschaftlichste Route gewählt wird, und die Aufzeichnung der Routen erlaube eine höhere Flexibilität: Wenn beispielsweise ein Fahrer erkranken und ausfallen sollte, wäre es für einen Kollegen problemlos möglich, die Tour zu übernehmen, selbst wenn er sich nicht auskennt.

Das Navigationssystem arbeite sehr detailliert. Es zeige zum Beispiel an, ob ein Lkw am Ende einer Straße wenden kann oder ob die Säcke zu einem Sammelplatz gebracht werden müssen. Zugleich sei das Navi sehr benutzerfreundlich. Arne Henrik Meyer ist deshalb sicher: „Für unsere erfahrenen Mitarbeiter dürfte das kein Problem sein.“

Gleichwohl: Dadurch, dass der BAWN die Wertstoff-Erfassung übernimmt, müsse es kleinere Änderungen geben – schließlich seien die Abfuhr-Rhythmen in die Betriebsabläufe des BAWN einzufügen. „Zum Teil verschieben sich die Abfuhrtage, teils werden die Touren anders als gewohnt abgefahren. Deshalb sollten die Bürger darauf achten, dass die Gelben Säcke im neuen Jahr um 6 Uhr an der Straße stehen.“

„Wir haben uns so gut vorbereitet wie möglich“, versichert Frido Dieckmann. „Aber wenn es doch irgendwo hakt, hoffe ich auf das Verständnis und die Unterstützung der Bevölkerung.“ Und falls etwas überhaupt nicht klappt, sollen sich die Bürger melden.

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