Eystrup und Grafschaft Hoya: Samtgemeinderäte für den Zusammenschluss / Eine Gegenstimme

Fusion ist beschlossene Sache

Kreiszeitung Syke

Hoya/Eystrup - (kap/lil) · Aus zwei mach eins: Gestern Abend gaben sich die beiden Räte der Samtgemeinden Eystrup und Grafschaft Hoya unabhängig voneinander das „Jawort“ für die Fusion zur neuen „Samtgemeinde Grafschaft Hoya“. Doch das „verlobte“ Paar muss noch etwas auf den „Standesbeamten“ warten. Am Freitag, 18. Dezember, kommt Innenminister Uwe Schünemann ins Hoyaer Rathaus, und erst dann unterzeichnen alle zehn Bürgermeister die erforderlichen Gebietsänderungsverträge.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Samtgemeinderats der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, der Fusion zuzustimmen – sie wird am 1. Januar 2011 wirksam. Wolfgang Rustemeyer, Samtgemeindebürgermeister, sagte in der „historischen“ Sitzung: „Mit dieser Fusion stellen wir uns für die Zukunft auf, und dafür lohnt sich dieser Aufwand.“

Wilhelm Schröder, CDU-Fraktionsvorsitzender, freute sich über den harmonischen Verlauf des Fusionsprozesses. „Jede der zehn Gemeinden gewinnt dabei“, betonte er. Für ihn hätten die Gespräche immer „auf einer Augenhöhe“ stattgefunden.

SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Meyer sprach den Eys trupern seinen Respekt aus, da diese den Namen für die neue Samtgemeinde vorgeschlagen hatten. Auch auf die Ängste mancher Bürger ging er ein. Er wolle diese zerstreuen, schließlich „ändert sich Zuhause nichts“.

Für das „einzig Richtige und Vernünftige“ hält Frank Lange (Grüne) den Schritt. Seiner Meinung nach habe sich der Prozess so harmonisch gestaltet, da beide Seiten sich zurückgehalten hätten, politische Ideen mit einzubringen.

Mit einer Enthaltung und einer Gegenstimme stimmte der Eystruper Samtgemeinderat, der Fusion zu. Dierck Willemer, SPD-Fraktionsvorsitzender, sagte, die Gespräche in seiner Fraktion seien nicht ganz eindeutig verlaufen und es habe durchaus unterschiedliche Meinungen gegeben. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte sich die SPD beim Beschluss über die Zustimmung enthalten. „Der Soziologe nennt das einen Interrollenkonflikt (Ein Konflikt, bei dem jemand in unterschiedlichen Rollen unterschiedlichen Ansinnen ausgesetzt wird, Anm. d. Red)“, erklärte er. Deshalb habe man die Abstimmung freigegeben. Was die Lenkungsgruppe hervorgebracht hatte, fand er, sei allerdings eine „ganz faire und ordentlich ausgearbeitete Sache“.

Zu einer „kurzen aber nicht ganz ungewichtigen Sitzung“ hatte Ratsvorsitzender Manfred Ernst die Eystruper Politiker begrüßt. „Man stimmt nicht jeden Tag darüber ab, ob man sich selbst aufgibt oder nicht“, sagte er nach dem Beschluss. Auch er hätte der Fusion anfangs skeptisch gegenüber gestanden, stimmte gestern aber dafür.

Zur Feier des Tages kamen die Politiker beider Samtgemeinderäte nach den Sitzungen im Hotel Parrmann in Eystrup zusammen.

Als letzter der zehn Gemeinderäte hatte der Rat der Stadt Hoya dem Zusammenschluss der Samtgemeinden am Montag einstimmig zugestimmt.

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