Maria Wigger aus Hilgermissen studierte 2009 ein Semester an der „University of Mississippi“

„Football ist wie eine Religion“

Kreiszeitung Syke

Hoya - HILGERMISSEN/OXFORD (kap) · „Wenn du da was gegen Football sagst, bist du dran“, sagt Maria Wigger aus Hilgermissen und lacht. 2009 hatte die 28-Jährige ein Semester an der „University of Mississippi“ in Oxford im südlichen US-Bundesstaat Mississippi studiert, die den schönen Spitznamen „Ole Miss“ („Alte Frau“) trägt.

„Football ist im Süden Amerikas wie eine Religion“, weiß die Osnabrücker BWL-Studentin seitdem. Mit vier ihrer Kommilitonen bestieg sie am 16. August 2009 einen Flieger, der sie nach Frankfurt brachte. Von dort aus ging es nach Chicago und schließlich nach Memphis.

An der Universität angekommen – diese ist die Partneruni der Osnabrücker Lehranstalt –, bezog sie ihre selbst organisierte Wohnung, die neben ihr noch einer Inderin, einer Schwedin und einer Französin als Unterkunft diente. „Wenn wir Probleme hatten, konnten wir immer zu denen gehen“, lobt Maria das „Study Abroad Office“, dass sich um die Belange der ausländischen Studenten kümmerte. Alle Austauschstudenten waren in einer Wohnanlage untergebracht, was dazu führte, dass sie neben dem schweißtreibenden Studium auch zahlreiche Partys feierten.

„Die Uni war ganz ok“, berichtet Maria, die fünf Kurse belegt hatte und zu diesen auch „immer brav hingegangen“ sei. Alle in Amerika belegten Vorlesungen und Seminare wie beispielsweise „Global Marketing“ oder „International Accounting“ konnte sie sich zurück in Osnabrück anrechnen lassen.

Doch es ist nicht nur das Studium, von dem Maria mit glänzenden Augen berichtet. Besonders gern erzählt sie von den vielen Ausflüge und „Road-Trips“ mit den anderen Austauschstudenten. „Ich bin viel herumgereist, das hat Spaß gemacht“, sagt die Hilgermisserin. Mit 17 weiteren ausländischen Studenten trat sie die sechstündige Fahrt nach New Orleans an. „Eine schöne Stadt“, findet Maria. Über Thanksgiving fuhr die Truppe nach Las Vegas und machte noch einen Abstecher zum Grand Canyon „Es war arschkalt da, schließlich hatten wir November.“ In New York verbrachte Maria fünf Tage mit ihrer jüngeren Schwester Elena, dort war sie auch schon mit Studienkollegen gewesen. Gegen Ende ihres Aufenthalts stattete sie ihren früheren Gasteltern in Indianapolis einen Besuch ab.

Statt wie geplant am 23. Dezember landete die 28-Jährige erst Heiligabend wieder in Hannover. Der Grund für die Verspätung war ein Schnee-Chaos in Chicago, das Landungen unmöglich machte. Wann Maria ein paar ihrer in Amerika kennengelernten Freunde wiedersieht, steht schon fest. „Alle Europäer treffen sich beim Oktoberfest in München. Warum? Keine Ahnung! Die Idee ist bei einer Party entstanden.“

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