Mehr als 270 000 Euro Zuschuss für Kindergarten-Erweiterung in Hoya

EU fördert Familienzentrum

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Ursula Nietfeld und Helmut Weiß überbringen Detlef Meyer (rechts) den Förderbescheid. ·

Hoya - Es fehlte eigentlich nur noch der Aktenkoffer voll Geld, um den Tag für Samtgemeinde-Bürgermeister Detlef Meyer perfekt zu machen. „Das ist ein freudiger Montagmorgen“, sagte der Samtgemeinde-Bürgermeister. Ursula Nietfeld und Helmut Weiß vom Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung Niedersachsen haben ihm gestern eine Mappe mit einer Geldzusage ins Rathaus gebracht: mehr als 270 000 Euro aus EU-Mitteln für die Entwicklung eines Familienzentrums in Hoya.

Hintergrund des Geldsegens ist die geplante Erweiterung des Kindergartens „Arche Noah“ (wir berichteten). Derzeit verfügt er über vier Gruppenräume, die vollständig belegt sind. Ab Sommer 2013 hat die Samtgemeinde nach dem „Tagesbetreuungsausbaugesetz“ (TAG) auch ein Betreuungsangebot für unter dreijährige Kinder vorzuhalten. Dafür fehlt dem Kindergarten derzeit der Platz. Deshalb wurde ab Juli 2011 ein Konzept zur Erweiterung der Räume erarbeiten. Ende des Jahres stellte die EU Gelder für die Förderung „besonderer fusionsbedingter“ Projekte bereit – und dazu zählt auch die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung. Mit dem erarbeiteten Konzept bewarben sich die Hoyaer um eine Förderung. „Das lag bei uns keine Sekunde auf dem Schreibtisch still“, lobte Helmut Weiß die gute Vorarbeit der Samtgemeinde-Verwaltung. Es wurde sofort bearbeitet. Landesweit werden 14 Projekte gefördert. „Hoya stand auf der Liste der zu unterstützenden Projekte ganz oben“, sagte Ursula Nietfeld.

Es umfasst neben baulichen Maßnahmen die Sprachförderung und Einrichtung eines Elterncafés, nennt Detlef Meyer weitere Schwerpunkte. Auch die Verbesserung des Betreuungsangebots für Familien mit Migrationshintergrund haben die Verantwortlichen im Blick. So sollen Möglichkeiten geschaffen werden, eine frühzeitige, soziale und gesellschaftliche Verflechtung zu erreichen und den Erziehungsberechtigten Unterstützung anzubieten.

Insgesamt kalkuliert die Samtgemeinde für die Einrichtung des Familienzentrums mit Kosten von einer knappen Million Euro.

Alle geförderten baulichen Maßnahmen müssen bis Mitte 2013 abgeschlossen sein, um die EU-Gelder zu erhalten. Detlef Meyer lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: „Das packen wir!“ · as

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