Feuerwehr Rohrsen gefordert

Feuerwehrübung: Pkw-Brand mit eingeklemmten Personen  

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Rohrsen - Von Karsten Laubach. Nach einem Zusammenstoß am Donnerstag mit einem Traktor, werden Fahrer und Beifahrer in ihrem Pkw eingeklemmt. Noch vor Eintreffen der Rettungskräfte geht der mit Gefahrgut beladene Pkw in Flammen auf - zum Glück war es nur eine Übung.

Am Donnerstag, 20. Juli, wurden die Kameraden der Ortswehr Rohrsen um 16.30 Uhr über Sirene und Meldeempfänger zu einem Pkw-Brand in den Triftweg alarmiert. Schon bei der Anfahrt konnten die Kameraden den brennenden Pkw gut erkennen. 

Auf der Höhe von Bormanns Eichen war ein Pickup mit einem landwirtschaftlichen Geräteträger zusammengestoßen. Dabei wurden die beiden Insassen in dem total deformierten Fahrzeug eingeklemmt und das Fahrzeug begann am Motor zu brennen. 

Gefahrstoffbehälter an Bord

Die Kameraden aus Rohrsen löschten schnell den Brand mit einem Kleinlöschgerät, die Ortswehr Drakenburg, welche für die technische Rettung in diesem Bereich zuständig ist, war bereits durch die Leitstelle Schaumburg zur Unfallstelle alarmiert worden. Die Ortswehr Haßbergen wurde zur Sicherung des Brandschutzes zur Einsatzstelle beordert. 

Bei der Erkundung wurden auf dem Fahrzeug zwei Behälter gefunden, einer mit Dünger und einer mit Gefahrstoff, welcher beim Unfall unbeschädigt geblieben war. Ein weiterer Behälter mit Gefahrstoff war bei dem Unfall von der Ladefläche gerutscht und lag in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs. 

Insassen in zehn Minuten befreit

Der Gefahrstoff reagiert heftig bei Berührung mit Wasser, aus diesem Grund wurden die Behälter von einem Trupp unter Atemschutz untersucht, da beide Behälter unbeschädigt waren, wurden sie geborgen und außerhalb des Gefahrenbereichs zwischengelagert. Nun konnte mit der Rettung der Insassen begonnen werden. Die beiden Personen wurden innerhalb von zehn Minuten aus ihrer misslichen Lage befreit. Während der technischen Rettung der Insassen wurde der Brandschutz durch die Ortswehr Haßbergen sichergestellt. 

Bei diesem Einsatz handelte es sich glücklicherweise um eine Alarmübung für den Ausrückbezirk Drakenburg in der Samtgemeinde Heemsen. Dieser umfasst die Stützpunktfeuerwehr Drakenburg sowie die beiden Ortswehren Rohrsen und Haßbergen. Ausgearbeitet wurde diese Übung von Hinrich Laes, Guido Hartwig und Karsten Laubach. 

Zusammenarbeit wurde geprüft

Mit dieser Alarmübung sollte zum einen die Verfügbarkeit der Feuerwehrkameraden zu dieser Tageszeit und die Einhaltung der Hilfsfrist überprüft werden. Darüber hinaus war es Ziel der Übung, die Zusammenarbeit der drei Ortswehren bei Einsätzen dieser Art zu fördern. 

Im Anschluss an die Einsatzübung gab es eine kurze Nachbesprechung mit allen Beteiligten direkt an der Einsatzstelle, um über mögliche Verbesserung bei der Zusammenarbeit zu sprechen. Die während der Übung aufgefallenen Unzulänglichkeiten werden nun gezielt im Ausbildungsdienst geübt. Insgesamt nahmen 45 Kameraden aus den drei Ortswehren an der Übung teil.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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