Ferienzeit ist Bauzeit in und an vielen Schulen

Investitionen in die Bildungs-Infrastruktur

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Es geht voran auf der Baustelle für die IGS. Noch sind die Arbeiten im Zeitplan und die Kosten auch.

Landkreis - Von Nikias Schmidetzki und Gerrit Rother. Es wird gemeißelt, gebohrt und gehämmert. Die Sommerferien – und die dadurch weitestgehend verwaisten Schulen – nutzen Kreis, Städte und Gemeinden, für Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an wie auch in den Gebäuden. Rund 800 000 Euro fließen in die Maßnahmen, die derzeit laufen.

Das ist verglichen mit einem Mammut-Projekt Kleingeld: Ohne von den Ferien abhängig zu sein, beschäftigt den Landkreis als Bauherrn der Neubau hinter den Berufsbildenden Schulen in Nienburg. Dort sollen ab dem Schuljahr 2016/2017 die Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Unterricht bekommen. Knapp 20 Millionen Euro sind eingeplant, in diesem Rahmen dürften die Kosten bleiben, meint Cord Steinbrecher von der Pressestelle. Und auch den Zeitplan scheinen die ausführenden Unternehmen einzuhalten. Steinbrecher: „Die Inbetriebnahme zum Schuljahresbeginn 2016/2017 ist nicht gefährdet.“

Wo sonst Fahrräder von Jugendlichen stehen, ist derzeit andernorts viel Platz. Baufahrzeuge und Firmenwagen sind vor Schulgebäuden zu sehen. So wird an der Albert-Schweitzer Schule (ASS) in Nienburg im zweiten Bauabschnitt die Fassade an der Friedrichstraße erneuert. Seit Jahren nutzen Fachbetriebe dort die Ferien zur Sanierung. Im vergangenen Jahr war bereits die Seite zum Wall hin an der Reihe gewesen. Bei der Aktion werden die Fenster ausgewechselt, der Putz erneuert, und der Naturstein an der Fassade wird gereinigt und neu verfugt oder bei Beschädigung ersetzt.

Das Gymnasium Stolzenau soll in den nächsten Jahren brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Dazu wird das Gebäude in geplanten fünf Bauabschnitten Klassenraum für Klassenraum saniert. Im ersten Abschnitt wird aktuell eine neue Wand eingezogen, außerdem werden mehrere Decken erneuert. Mit der Sanierung von Klassenräumen, des Musikraumes, der Fassaden und des Datennetzes beschäftigen sich Arbeiter derzeit in Gymnasium und Oberschule Hoya.

Erst auf dem Weg, eine Oberschule zu werden, ist die Schule in Marklohe. Damit das funktionieren kann, sind auch dort Arbeiten notwendig. Gewerkelt wird im Bereich Trockenbau, es laufen Maler- und Lackierarbeiten sowie Maßnahmen an der Elektronik und den Fernmeldeanlagen.

Aufgefrischt wird auch die Oberschule in Steimbke mit Maßnahmen an den Bodenbelägen und den Wänden. Ebenfalls den Elektroanlagen geht es in der Realschule Stolzenau an den Kragen, in derselben Gemeinde bekommt die Förderschule ein neues Gartenhaus für Spielgeräte. Nötig sind dafür Abbruch-, Zimmer- und Malerarbeiten wie auch Verkehrswege- und Landschaftsbauarbeiten.

Und letztlich heißt es in der Übergangsheimat der IGS im Gebäude der Nienburger Fröbelschule: warten auf die Fertigstellung des Neubaus. Dort werden zum in Kürze beginnenden Schuljahr Container als provisorische Klassenräume aufgestellt. So dürften sich Schüler wie auch Lehrer umso mehr auf den Einzug ins Gebäude hinter den Berufsbildenden Schulen freuen. Und das soll ja schon im nächsten Sommer geschehen.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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