Expedition in die Eiszeit

LBEG untersucht Flussablagerungen der Weser

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Mit einem solchen Bohrer will das Landesamt im kommenden Monat Kernbohrungen durchführen.

Eystrup - Ein mächtiger Bohrer wird sich im kommenden Monat im Raum Eystrup rund 50 Meter tief in das Erdreich bohren. Drei Kernbohrungen plant das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in der Region zwischen dem 4. und 31. Oktober, um Sand- und Kiesablagerungen zu untersuchen.

„Woher genau stammen diese Kiese und Sande, die der Strom auf seinem Weg aufnimmt und im norddeutschen Tiefland wieder ablagert? Wie sind die geologischen Schichten im Untergrund der Weserniederung aufgebaut und wie weit sind sie verbreitet?“, lauten die Fragen, denen das LBEG auf den Grund gehen will. Experten des Landesamtes werden die Bohrungen externer Firmen dabei geowissenschaftlich begleiten.

Durch die Bohrungen erhoffen sich die Geowissenschaftler Erkenntnisse über die Flussablagerungen des Wesertals und weitere vorwiegend aus Lockergesteinen aufgebaute Schichten des Quartärs (Eiszeitalter und gegenwärtige nacheiszeitliche Warmzeit) sowie des Tertiärs (über 2,6 Millionen Jahre alt). 

Hinweise auf Enstehungsgeschichte des Wesertals

Die gewonnen Bohrkerne werden in das Bohrkernlager des LBEG nach Hannover transportiert und dort detailliert untersucht. Dadurch erhalten die Geowissenschaftler Informationen über den genauen Schichtaufbau, die Materialzusammensetzung im Untergrund und wertvolle Hinweise auf die komplexe Entstehungsgeschichte des Wesertals.

 „Die Ergebnisse unterstützen das LBEG zukünftig bei der Klärung geowissenschaftlicher Fragen, bei Beratungsaktivitäten und dem Verständnis der Geologie von Niedersachsen. Wie bei allen Bohrungen der geologischen Landesaufnahme werden auch die in diesem Gebiet erzielten Ergebnisse nach Abschluss der Arbeiten in die Bohrdatenbank Niedersachsen eingestellt. Sie sind anschließend über den NIBIS-Kartenserver auf der Internetseite des LBEG für jedermann einsehbar“, erklärt das Landesamt.

Die Behörde versichert zudem, dass die Bohrarbeiten nicht in Verbindung mit den Themen Fracking, CO2-Speicherung und Endlagerung radioaktiver Abfälle stehen.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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