Erfolgreiche Operation im Nienburger Krankenhaus

Patient kann nach Querschnittslähmung wieder laufen

Helios Kliniken Nienburg Hehmsoth
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Patient Holger Hehmsoth und Wirbelsäulenspezialist Mohamad Hamdan.

Nienburg. Eine Szene wie aus einem Gruselfilm: Holger Hehmsoth wacht nachts auf dem Boden seines Badezimmers auf und ist vom Hals ab gelähmt. 

Sofort geht es mit dem Rettungswagen in die Klinik. Mohamad Hamdan, Wirbelsäulenspezialist der Helios Kliniken Mittelweser in Nienburg, stellt einen großen Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule fest und operiert. Kurz darauf kann Hehmsoth wieder laufen, als ob nichts gewesen wäre.

Wie eine Raupe in einem engen Glas

Angefangen hat alles mit einem Zahnarztbesuch. Holger Hehmsoth aus Wietzen ist kein Angstpatient, sondern hat ein ganz anderes Problem: „Ich vertrage die Betäubungsspritze einfach nicht. Egal, welches Betäubungsmittel die Zahnärzte einsetzen, ein paar Stunden später wird mir grundsätzlich schwindelig.“ So auch dieses Mal. Nach dem abendlichen Zahnarztbesuch wacht er nachts auf dem Fußboden seines Badezimmers auf, mit dem Kopf unter dem Schrank. Der Schock: Der 51-Jährige kann nur noch seinen Kopf bewegen, Arme und Beine sind gelähmt. „Ich habe mich gefühlt wie eine Raupe in einem engen Glas. Ich konnte sehen und beobachten, mich aber nicht mehr bewegen.“ Hehmsoth ruft seine Lebensgefährtin, die sofort den Rettungsdienst benachrichtigt. „Unvorstellbar, was passiert wäre, wenn ich alleine in der Wohnung gewesen wäre“, berichtet der Patient.

Großer Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule

Gegen halb sechs Uhr frühmorgens trifft er in der Notaufnahme ein und wird zunächst umfänglich untersucht, um andere Diagnosen, wie zum Beispiel einen Schlaganfall, auszuschließen. Im MRT wurde schließlich festgesellt: Zwischen dem dritten und vierten Wirbel der Halswirbelsäule war ein großer Bandscheibenvorfall. „Ob dieser schon vorher vorhanden war und durch den Sturz noch verstärkt wurde, können wir nicht sagen“, so Mohammad Hamdan, Leitender Arzt für Orthopädie in der Fachabteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie an den Helios Kliniken Mittelweser. In einer 70-minütigen OP hat der Experte für Wirbelsäulenchirurgie den Vorfall wieder behoben. Wir haben die betreffende Bandscheibe entfernt und einen Platzhalter eingesetzt. Dieser kann ein Leben lang dort bleiben.“

Unter engmaschiger Beobachtung

Holger Hehmsoth lag nach der OP zunächst auf einer Station, wo er unter engmaschiger Beobachtung stand. „Als ich wieder aufgewacht bin, habe ich sofort gemerkt, dass ich mich wieder bewegen kann. Ich hatte zwar Schmerzen, war aber sehr erleichtert, dass die Lähmung weg war. Kurz danach konnte ich schon wieder laufen, als ob nichts gewesen wäre.“ Nach fünf Tagen darf Holger Hehmsoth nun schon wieder nach Hause. „Mit der Behandlung im Krankenhaus war ich sehr zufrieden. Ein großer Dank geht vor allem auch an das Pflegepersonal, welches sich sehr gut um mich gekümmert hat.“

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