Weser wieder frei

Manövrierunfähiges Binnenschiff erfolgreich geborgen

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Wegen des havariertes Schiffes musste die Weser  von Donnerstag bis Freitag gesperrt werden.

Der Schiffsverkehr auf der Weser bei Nienburg war seit Donnerstag erneut gesperrt. In der Höhe von Leeseringen, bei Stromkilometer 260,3, blockierte einen knappen Tag lang ein manövrierunfähiges Binnenschiff den Fluss. Erst am Freitag gegen 12.30 Uhr war die Wasserstraße wieder frei.

Der Führer des mit rund 950 Tonnen Flüssigdünger beladenen Güterschiffes wollte am Donnerstagnachmittag bei Leeseringen am rechten Ufer anlegen, um dort zu entladen. Das Anlegemanöver misslang. Das Heck des Schiffes wurde durch die Strömung gegen das gegenüberliegende Ufer gedrückt, wobei das Ruderblatt schwer beschädigt wurde, berichtet Polizeisprecher Axel Bergmann. 

Das manövrierunfähige Fahrzeug konnte dort gesichert werden. Es liege aber so ungünstig im Fahrwasser, dass die Weser an dieser Stelle für die Schifffahrt gesperrt werden musste, erläutert Bergmann. Eine Gefahr für die Umwelt soll nicht bestanden haben. So habe der der Rumpf die Havarie anscheinend ohne nennenswerte Schäden überstanden. 

Freitagmorgen gegen 10 Uhr begannen die Bergungsarbeiten, die sich über gut zwei Stunden hinzogen. Mit Hilfe von zwei Binnenschiffen, der „Anton“ und der „Pollux“, wurde der Havarist geborgen und zurück an die ursprüngliche Verladestelle geschleppt. Danach wurde die Sperrung wieder aufgehoben

Weitere Havarie liegt nur wenige Tage zurück

Erst elf Tage zuvor war die Weser südlich von Nienburg aufgrund einer Havarie für Stunden gesperrt. Ein polnisches Binnenschiff war an der Spitze der Weserinsel in Landesbergen zwischen dem Hauptstrom und dem Schleusenkanal aufgrund starker Strömung infolge des Hochwassers auf eine Sandbank aufgelaufen. 

Zur Bergung wurde die Weser im Bereich der Schleuse und und des Wasserkraftwerkes aufgestaut und somit ein Pegelanstieg von zehn Zentimetern erreicht. Noch bevor weitere Schiffe zum Freischleppen des Havaristen an der Unglücksstelle eingetroffen waren, konnte sich der Frachter aus eigener Kraft aus der misslichen Lage befreien.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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