Jan Malte Kirchhoff ist Sieger auf Landesebene

Erfolgreich im Handwerk

+
Jan Malte Kirchhoff aus Haßbergen ist in seinem Handwerk als Metallbauer Sieger auf Landesebene. Im Dezember steht das bundesweite Finale in Frankfurt am Main an.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Dass ein Studium nicht immer die richtige Wahl sein muss, beweisen die Abbrecherquoten des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Doch für einen erfolgreichen Abschluss ist nicht immer ein Studium von Nöten.

Im Jahr 2014 brach jeder dritte (33 Prozent) sein Bachelorstudium an der Universität ab, jeder vierte (23 Prozent) an den Fachhochschulen des Landes. Der Grund liegt in den meisten Fällen in der beruflichen Umorientierung, viele Studenten vermissen in ihrem Studium praktische und anwendungsbezogene Aufgaben. In diesen Fällen bietet sich eine Berufsausbildung an – und muss nicht weniger erfolgreich sein, als ein Studium.

Dies zeigt der Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks. Zwölf Landessieger wurden jetzt in Hannover prämiert. Erneut bestätigten sie mit ihren beeindruckenden Leistungen die hohe Qualität der betrieblichen Ausbildung im Handwerk. Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik wird Jan Malte Kirchhoff. Er kommt aus Haßbergen, und konnte mit seinen Leistungen ebenfalls überzeugen. Vor seiner Ausbildung wusste er allerdings nicht genau, welchen Weg er gehen sollte.

„Ich hatte damals durch einen Bekannten die Chance bei Heinrich Ahrens eingestellt zu werden. Ich habe die Chance ergriffen und im Nachhinein gefiel mir der Beruf wirklich gut“, erinnert sich Kirchhoff. Die Nachricht von der Handelskammer kam für ihn mehr als überraschend. „Ich habe damit nicht gerechnet und bekam auf einmal einen Brief, in dem stand, dass ich Bezirkskammersieger bin. Etwas später dann das Schreiben, dass ich Landessieger geworden bin, und nun warte ich auf das Schreiben, in dem steht das ich Bundessieger bin“, sagt Kirchhoff lachend. Als Gesellenstück reichte Kirchhoff einen (kleinen) höhenverstellbaren Schwenkarm bei der Handwerkskammer (HWK) Hannover ein. Die feierliche Siegerehrung fand in Celle statt, die Übergabe der Zertifikate übernahm Niedersachsens Ministerpräsident Dr. Stephan Weil höchstpersönlich.

Vor dem bundesweiten Finale gibt es allerdings noch eine weitere Aufgabe zu meistern. „Die Sieger müssen den Wettbewerb mit den gleichen Voraussetzungen antreten. Dafür müssen alle Teilnehmer am selben Tag am selben Ort sein und gleichzeitig ihre Aufgabe antreten“, erklärt Dr. Sabine Wilp. Sie ist Abteilungsleiterin der Handwerkskammer Hannover. Auf Kammerebene würden die Sieger zunächst nach ihren schulischen Leistungen bestimmt werden, gebe es dort Überschneidungen mit anderen potentiellen Siegern, müssen diese einen Wettkampf austragen. Dies gelte auch für die Landesbezirksebene. Für das Finale auf Bundesebene müsse allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit jeder Landessieger antreten, sagt Wilp.

Dem Finale am 5.Dezember in Frankfurt am Main blickt der Haßberger zuversichtlich entgegen. „Ich freue mich sehr darauf und denke, dass es wieder eine sehr gelungene Veranstaltung mit bekannten Leuten, leckerem Essen und guter Stimmung wird.“

Es gab auch Zeiten, in denen es nicht so einfach gewesen sei – deshalb solle das eigentliche Ziel immer vor Augen gehalten werden. „Mit der Ausbildung hat man im Leben das wichtigste in Richtung Karriere geschafft und das muss man sich immer vor Augen halten“, gibt Kirchhoff an zukünftige Azubis weiter. „Ausbildungsjahre sind nun mal keine Herrenjahre – aber irgendwie sollte man versuchen, das durchzuziehen.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

Das könnte Sie auch interessieren

Pizarros Treffer gegen Werder

Pizarros Treffer gegen Werder

FCB-Trainingsbilder: Vidal im Abschlusstraining dabei

FCB-Trainingsbilder: Vidal im Abschlusstraining dabei

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Meistgelesene Artikel

18 Jungen und Mädchen werden „Junior Coaches“

18 Jungen und Mädchen werden „Junior Coaches“

Einladung zum Probesitzen und Träumen

Einladung zum Probesitzen und Träumen

Bernd Leweke (FDP): „Für den Anfang 1000 neue Polizisten“

Bernd Leweke (FDP): „Für den Anfang 1000 neue Polizisten“

Martina Broschei (Piraten): „Gute Bezahlung – faire Entlohnung“

Martina Broschei (Piraten): „Gute Bezahlung – faire Entlohnung“

Kommentare