Aufruf zu humanem Wirken beim Neujahrsempfang der Freimaurer in Nienburg

„Eine ziemlich egozentrische Veranstaltung“

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Großredner Volker Glab aus Erlangen (l.) und Stuhlmeister Rüdiger Schöne beim Neujahrsempfang der Nienburger Freimaurer.

Nienburg - Die Nienburger Freimaurerloge „Georg zum silbernen Einhorn“ begrüßte jetzt mit einem Empfang das neue Jahr. Aus Stadt und Landkreis waren fast 70 Bürger den Einladungen gefolgt.

Zur Begrüßung der Gäste verwies der Stuhlmeister Rüdiger Schöne darauf, dass es in Deutschland schwer geworden sei, ein positives Lebensgefühl zu entwickeln – auch wenn wir in einem der sichersten Länder der Welt lebten. Deshalb sei jeder Mensch aufgefordert, den Mahnungen zu folgen, die am Ende der rituellen Tempelarbeit der Freimaurer ausgesprochen wird: „Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken, seid wachsam auf euch selbst!“

Aus Erlangen war der „Großredner der Vereinigten Großlogen von Deutschland“, Volker Glab, angereist. Seine Festansprache behandelte das Thema „Freimaurerei und Öffentlichkeit“. Er stellte fest, dass es im Grunde genommen in der Freimaurerei keine Geheimnisse gibt, da man alles darüber in vielen Büchern, Zeitschriften und im Internet nachlesen könne – sogar „die ach so geheimen Rituale“. So dürfe auch jeder Freimaurer seine eigene Meinung über die Freimaurerei öffentlich kundtun. Auch gebe es ja kein „Vereinsziel“, wie in Parteien oder Bürgerinitiativen, das man geheim halten könnte. Vielmehr sei die Freimaurerei „eine ziemlich egozentrische Veranstaltung“. Denn schließlich sei der einzelne Bruder das Vereinsziel. Er sei aufgefordert sich als einen „rauen Stein“ zu erkennen, an dem er „die Ecken und Kanten der Unvollkommenheit“ abhauen müsse, um sich als „kubischer Baustein“ in den Tempel einer humanen Gesellschaft einfügen zu können.

Für den musikalischen Rahmen sorgte Ann-Maleen Epkenhans auf einer böhmischen Haken-Harfe.

Da sich die Veranstaltung nach der Festrede bis in die Mittagszeit hinein ausdehnte, hatte der als „Meisterkoch“ agierende Bruder Gerd Borcherding eine reichhaltige Tafel mit Schnittchen der unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen aufgebaut. Getränke jeder Art sorgten dafür, dass die dann geführten intensiven Gespräche an den Stehtischen nicht zu trocken ausfielen. · ps

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