Erfolgreiche Zeitungsserie „Nachwuchswerbung“ / Noten manchmal zweitrangig

Eigeninitiative ist gefragt: 24 Ausbildungsplätze frei

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„Ausbildungs-Experten“ ziehen Bilanz: Brigitte Pape-Golez (links), York Schmelter und Kirstin Hinken. ·

Hoya - Von Jana WohlersDen Jugendlichen die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Umgebung aufzeigen, das ist das Ziel der Kreiszeitung-Serie „Regionale Nachwuchswerbung – Ausbildung in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya“. Wirtschaftsförderer York Schmelter zog jetzt zusammen mit Kirstin Hinken und Brigitte Pape- olez von der Hoyaer Geschäftsstelle der „Agentur für Arbeit“ Bilanz. Ihr Fazit: Bis jetzt habe es nur positive Rückmeldungen gegeben, sowohl von den Unternehmen als auch von den Ausbildungssuchenden.

Kirstin Hinken und Brigitte Pape-Golez informierten zudem über die Ausbildungssituation 2012. Für Kurzentschlossene sind nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn am 1. August noch 24 Plätze in der Region frei – in vielen Branchen. Davon liegen 14 Lehrorte im Kreis Diepholz beziehungsweise in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Die anderen offenen Stellen bieten Betriebe im Landkreis Nienburg an. Vom Friseur über den Kraftfahrzeug- und Anlagen-Mechatroniker bis hin zum Fachverkäufer im Bereich Lebensmittel ist alles dabei. „Ein Pluspunkt dieser Serie ist, dass sie auch Berufe vorstellt und anbietet, die sonst kaum jemand im Kopf hat“, sagt Kirstin Hinken.

Tipp für Spätzünder:  persönliche Vorstellung

    Noch bis zum 1. September können sich die Jugendlichen auf die offenen Stellen bewerben. Für „Spätzünder“ hat Brigitte Pape-Golez einen wichtigen Tipp: „Es ist Eigeninitiative gefragt. Am besten ist es, wenn sich die Jugendlichen persönlich im Unternehmen vorstellen.“ Gerade bei kurzfristigen Bewerbungen ersetze das persönliche Auftreten oftmals ein nicht perfektes Zeugnis. Bei den freien Ausbildungsplätzen sei für jeden Schulabschluss noch etwas Passende dabei.

„Viele Unternehmen achten gar nicht mehr so extrem auf Noten“, erzählt Kirstin Hinken. Viel wichtiger sei vielen Arbeitgebern das Auftreten, das Verhalten, die Sozialkompetenz und die Einstellung zum Beruf. „Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und vor allem Motivation sind unerlässlich“, da sind sich die beiden Frauen einig. Bessere Chancen bei der Ausbildungswahl hätten die Schüler, die schon ein Praktikum im Unternehmen absolviert und ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt hätten.

Generell sehe die Ausbildungssituation 2012 laut Kirstin Hinken und Brigitte Pape-Golez gut aus – trotz der unbesetzten Plätze. Alle Schulen sowie die Kreissparkasse und die Volksbank hätten zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Brigitte Pape-Golez ist sich sicher: „Besonders der Berufeparcours und die verschiedenen Bewerbungstrainings haben den Jugendlichen bei ihren Entscheidungen geholfen.“

Die Arbeitgeber bekämen jedoch trotz steigender Bewerbungszahlen die Folgen der geburtenschwachen Jahrgänge zu spüren. „Jetzt zahlt es sich aus, wenn Unternehmen auf langfristige Aus- und Weiterbildung gesetzt haben“, sagt York Schmelter. Der Fachkräftemangel mache sich auch in der Grafschaft bemerkbar. Zusätzlich tauche ein weiteres Problem auf: „Der Trend bei den Jugendlichen geht zu mehr Bewerbungen. Bei mehr als einer Zusage suchen sie sich natürlich das Beste raus“, berichtet Kirstin Hinken. Vor allem kleinere Unternehmen blieben auf der Strecke.

Weitere Infos rund um die Ausbildung gibt es in der Hoyaer Geschäftsstelle der „Agentur für Arbeit“, Von-Kronenfeldt-Straße 11. Für alle Unentschlossenen empfehlen Kirstin Hinken und Brigitte Pape-Golez vor allem eins: „Praktika, Praktika, Praktika! Bessere Möglichkeiten, einen Beruf kennenzulernen, gibt es nicht.“

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