Dorfkulturkreis und „Lustige Tänzer“ laden für den 15. und 17. Juni ein

Dreifach-Geburtstag mit Kino und Rallye

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Wilhelm Lüdeke, Vorsitzender des Dorfkulturkreises, und Ursel Graf gehören zum Organisationsteam des Jubiläumsfestes, das in Wietzen am 15. und 17. Juni abläuft. ·

Wietzen - Vor 50 Jahren gründeten die Landjugend Wietzen und der damals noch bestehende Gemischte Chor den Dorfkulturkreis Wietzen. Die Landjugend bestand zu dem Zeitpunkt auch schon genau zehn Jahre. Die „Lustigen Tänzer“, eine Untergruppe des Dorfkulturkreises, bildeten sich vor 20 Jahren heraus, um Volkstänze zu pflegen. Alle drei Gruppen laden jetzt für Freitag, 15. Juni, und Sonntag, 17. Juni, zu einem großen Dreifach-Geburtstag ein.

Anliegen der Gründung des Dorfkulturkreises 1962 war die Errichtung einer Freilichtbühne, die auch heute noch besteht und auf der jetzt auch gefeiert werden soll. Der Dorfkulturkreis kümmert sich um die Erhaltung heimatlichen und bäuerlichen Kulturgutes. Regelmäßig finden Vortragsveranstaltungen unter dem Motto „Wie wör dat fröher“ und Wandertage durch die Umgebung statt. Beim jährlichen Sommerfest auf der Mühlbachbühne gibt es stets einen plattdeutschen Gottesdienst. Natürlich fehlt auch nie der selbstgebackene Butterkuchen aus dem alten Backhaus.

60 Jahre Landjugend, 50 Jahre Dorfkulturkreis, 20 Jahre „Lustige Tänzer“ – das ist schon eine Feier wert. Um einem Fest im Ortsteil Holte am Sonnabend, 16. Juni, keine Konkurrenz zu machen, haben sich die Organsiatoren geeinigt, nur am Freitag und am Sonntag zu feiern.

Am Freitag, 15. Juni, heißt es ab 18.30 Uhr: „Endlich wieder Kino in Wietzen.“ Früher gab es zwei Lichtspielhäuser in Wietzen, doch das ist seit den 60er-Jahren Geschichte. Zum Anlass des Jubiläums haben jedoch Wilhelm Lüdeke, seit mehr als 40 Jahren im Vorstand des Dorfkulturkreises und seit elf Jahren dessen Vorsitzender, und seine Helfer einen Film mit einer Länge von zwei Stunden und 20 Minuten zusammengeschnitten, Titel: „Das Beste aus 60 Jahren“.

Die Chronologie beginnt mit Aufnamen aus dem Jahr 1938: Lüdekes Vater Heinrich filmte damals die Dorfjugend, den Vorläufer der nach dem Krieg im Jahr 1952 gegründeten Landjugend. Wenige Kriegsaufnahmen schließen sich an, bevor es mit Bildern aus den Jahren 1953/54 bei einem damaligen „Holschenball“ so richtig losgeht. „Viele Leute werden sich wiedererkennen, manche leben aber auch schon nicht mehr“, sagt Lüdeke.

Das Filmmaterial dieser unwiederbringlichen Originalaufnahmen ist sämtlich mit einer Schmalspurkamera aufgenommen und endet vor zehn Jahren – sozusagen mit dem Einzug der Digitalkameras. „Seitdem gibt es so viele Aufnahmen, daher haben wir auf weitere verzichtet“, sagt Lüdeke.

Der Kinoabend beginnt um 19.30 Uhr in der Scheune bei den „Bärentatzen“ am Mühlbachtal. Einlass ist bereits ab 18 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, und Popcorn wird es auch geben. Anschließend wird zum „Holschenball“ eingeladen: Discjockey „Jointer“ wird Musik von Heintje bis Lady Gaga spielen, versprechen die Veranstalter. Holzschuhe an den Füßen sind gern gesehen, aber kein Muss.

Der zweite große Festtag ist der Sonntag, 17. Juni. Um 14 Uhr beginnt auf der Mühlbachbühne der Posaunenchor zu spielen. Das eigentliche Festprogramm beginnt um 14.30 Uhr mit Darbietungen der Jubiläumsvereine und einer „Mühlenteichrallye“ für Jung und Alt. Dazu müssen sich Mannschaften zusammenfinden, die zwischen drei und sechs Personen stark sind. Das kann auch noch spontan am Sonntag passieren. Wer sich aber schon anmelden will, kann das bei Alke Meyer unter Telefon 0 50 22 - 16 65 tun oder per E-Mail an plattschnacker65@web.de .

Natürlich darf frischer Butterkuchen beim Kaffeetrinken nicht fehlen. Für Musik beim gemütlichen Beisammensein sorgen die „Plattwälder Musikanten“. Bei schlechtem Wetter wird das Ganze ebenfalls in die Scheune verlegt. Die Veranstalter hoffen auf viele Gäste. Immerhin zählt der Dorfkulturkreis rund 100 Mitglieder, die „Lustigen Tänzer“ haben 20 Aktive, und zur Landjugend Wietzen gehören auch noch mal rund 40 Personen. Bei früheren Jubiläumsfeiern waren beispielsweise auch Landjugend-Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung angereist. · gru

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