Eystruper Kulturausschuss empfiehlt Skulptur und Bepflanzung

Diskussion um Gestaltung des Kreisels dreht sich weiter

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Derzeit blüht Raps auf dem Kreisel. ·

Eystrup - Alles drehte sich um die Kreisel bei der Sitzung des Kulturausschusses der Gemeinde Eystrup am Mittwoch im Rathaus. Über die Pflanzung einer neuen Zwillingslinde waren sich die Mitglieder einig. Wie aber genau der Kreisel in der Bahnhofstraße gestaltet wird, bleibt offen.

409 Unterschriften haben die Bürger für die Neuanpflanzung einer Zwillingslinde gesammelt, viele haben Entwürfe beim Wettbewerb zur Kreiselgestaltung eingereicht, sechs Eystruper nahmen an der öffentlichen Sitzung teil.

Es war wohl der in dieser Zeitung veröffentlichte Entwurf des Martfelder Künstlers Adam, der die Eystruper scharenweise zur Unterschrift für eine neue Linde triebt. Er hatte vorgeschlagen, aus den Stümpfen der Linde eine Skultur zu formen – eine Idee, die nie verwirklicht worden wäre, weil erstens das Holz zu morsch war und zweitens ein Großteil der Eystruper schlichtweg eine neue Zwillingslinde wünscht. „Wir waren nie gegen eine neue Linde“, sagte Bürgermeister Manfred Ernst, „auch wenn es andere Gerüchte gab.“ Aber man hatte einen Ideen-Wettbewerb initiiert und wollte dessen Ergebnis nicht vorgreifen. Seine persönliche Meinung sei klar: „Natürlich muss da wieder eine Zwillingslinde hin.“ Und zwar eine neue! Die Kosten für die Verpflanzung der Zwillingslinde am Rathaus wären ebenso hoch wie ein Neukauf, also musste der Ausschuss nicht lange überlegen und empfahl den Rat eine neue Zwillingslinde zu ordern, und zwar eine echte, keine, bei der die Stämme verwachsen sind, weil man sie zusammengebunden hat.

Ob es mit der Pflanzung ist Herbst klappt, steht noch nicht fest. Eventuell müsse es eine Zwischenpflanzung geben, sagte Ausschussvorsitzende Christine Reitmeier.

Und Steffen Lühring) ergänzte: „Im Zuge der Maßnahmen sollten auch die Randsteine des Rondells getauscht werden.“

Weil der Heimatverein als erster den Vorschlag gemacht hatte, eine neue Linde zu pflanzen, bekommt er die ausgelobte Prämie von 150 Euro. Übergabe ist bei der Ratssitzung am Dienstag, 15. Mai.

Anschließend befasste sich der Ausschuss mit der Gestaltung des Kreisel in der Bahnhofstraße. Auch dafür gab es einen Ideen-Wettbewerb. „Es ist ganz toll, wie kreativ unsere Einwohner sind“, lobte Christine Reitmeier. Am besten gefallen hat den Mitgliedern der Entwurf von Petra Brosch witz. Sie schlug, wie mehrere andere auch, eine Skulptur vor und bekommt dafür den ersten Preis: 150 Euro. 100 Euro gehen an Kae the Kahle für ihren Entwurf einer Bepflanzung, 50 Euro an Renate Müller und Gudrun Willemer, die eine Bepflanzung (mit einem Baum) und das Setzen eines Findlings vorschlugen.

Verwirklicht wird allerdings keine dieser Ideen, zumindest nicht eins zu eins. Manfred Ernst sagte: „Das Wichtigste, was wir mitgenommen haben, ist die Breite der Anregungen.“ Der Ausschuss war sich einig, eine Kombination aus mehreren Vorschlägen zu erarbeiten. Klares Ziel: Es soll eine Skulptur geben und eine Bepflanzung, beides so gestaltet, dass es nicht die Sicht verdeckt und damit die Verkehrssicherheit einschränkt.

Wahrscheinlich wird der Rat einen Kunst-Leistungskurs aus Hoya oder Verden bitten, im Rahmen des Unterrichts Gestaltungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dann sollen Experten zurate gezogen werden, ehe eine Entscheidung fällt. Nicht zuletzt gilt es auch, eventuell Sponsoren zu finden, insbesondere für die Skulptur.

Manfred Ernst regte sogar an, nicht nur den Kreisel zu gestalten, sondern die gesamte Bahnhofstraße. „Ich will nicht sagen, dass die ein Schandfleck ist, aber sie ist gleich das, was danach kommt.“ · mwe

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