Landkreis sucht geeigneten Standort

Corona: Nienburg erhält ein Impfzentrum

Test von Corona-Impfstoff
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Zehn von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellte Ärzte sollen pro Tag je 100 Personen impfen.

Landkreis - von Leif Rullhusen. Der Landkreis Nienburg wird ein Corona-Impfzentrum bekommen. Der Pandemie-Krisenstab sucht jetzt einen geeigneten Standort. Der muss viele Bedingungen erfüllen.

Jetzt geht alles ganz schnell: Am Donnerstagvormittag stellte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann die konkreten Pläne zur Einrichtung von Corona-Impfzentren vor. Am Abend erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie rechne noch in diesem Jahr mit der Zulassung eines Impfstoffes in der EU.

Die BBS-Sporthalle ist keine Option

Bis zu 60 Impfzentren sollen in Niedersachsen entstehen. Eines davon definitiv im Landkreis Nienburg. Das geht aus der „Konzeption der Impfzentren“ des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums hervor. Wo es stehen wird, ist noch offen. „Wir sind dabei, eine geeignete Immobilie zu suchen“, berichtet Landkreissprecher Cord Steinbrecher gegenüber dem Blickpunkt. Die BBS-Sporthalle wäre womöglich geeignet. Sie sei aber keine Option, weil sich der Landkreis die Möglichkeit offen halten will, dort bei Bedarf wieder ein Behelfshospital einrichten zu können.

Die BBS-Sporthalle soll bei Bedarf wieder ein Behelfshospital werden.

Die „Konzeption der Impfzentren“ stellt hohe Anforderungen

Die Suche des Standortes liegt in den Händen des Pandemie-Krisenstabes, der dafür von Mitarbeitern der Kreisverwaltung unterstützt wird. Dabei müssen so einige Anforderungen der „Konzeption der Impfzentren“ erfüllt werden. Die sieht unter anderem eine räumliche Unterteilung in einzelne Stationen vor. Es muss weiterhin einen gesicherten Lagerraum für Impfstoff, eine stabile Internetverbindung, getrennte Ein- und Ausgangsbereiche, ausreichend Parkflächen, eine gute Nahverkehrsanbindung sowie ausreichend Platz auf Fluren und in Funktionsräumen zur Wahrung des Infektionsschutzes geben.

Aufwendige Logistik: 1000 Impfungen pro Tag

Sollte der Krisenstab die Standortfrage gelöst haben, folgt der nächste Kraftakt. Die Logistik für die Impfungen ist enorm aufwendig, da der Impfstoff von Biontech bei minus 70 Grad gelagert werden muss. Sobald er entsprechend aufbereitet ist, muss er innerhalb von sechs Stunden verbraucht werden. Geliefert wird der Stoff zu je 1000 Dosen, die in dem Impfzentrum am selben Tag geimpft werden sollen. Zehn von der Kassenärztlichen Vereinigung gestellte Ärzte sollen pro Tag je 100 Personen behandeln.

Impfstart mit mobilen Teams

Dass die Impfzentren gleich zu Beginn des nächsten Jahres in Betrieb gehen, hält Ministerin Reimann für unwahrscheinlich. Die ersten Impfungen werden wohl in der Hand mobiler Teams liegen, die unter anderem in Pflegeheimen eingesetzt werden. Langfristig setzt das Land Niedersachsen auf weitere Impfstoffe, bei denen Kühlschranktemperatur ausreicht und das Handling entsprechend einfacher ist. Somit könnten später auch Hausärzte die Impfungen übernehmen.

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