Christian Stäblein verlässt Landeskirche / Predigt im Dialog mit dem Landesbischof

Abschied von den kleinen Momenten des Loccumer Alltags

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Christian Stäblein (links) geht, Ralf Meister verabschiedet ihn - mit dem Loccumer Dachreiter im Hintergrund.

Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Direkt neben der Loccumer Klosterkirche zu leben und zu arbeiten – das ist in wenigen Wochen für Christian Stäblein passé. Der Konventual-Studiendirektor im Predigerseminar der Landeskirche Hannovers verlässt seinen Wirkungsort.

Mit einem Gottesdienst unter Beteiligung von Landesbischof Ralf Meister ist der Theologe verabschiedet worden. Probst wird Christian Stäblein – also quasi der Stellvertreter des Bischofs – in der Landeskirche Berlin-Brandenburg. Demnächst zieht er also in die Bundeshauptstadt um. Bevor er dort aber in neuer Funktion willkommen geheißen wird, gilt es Abschied zu nehmen von allem, was ihn in den vergangenen sieben Jahren begleitet hat während seiner Zeit als Leiter des Predigerseminars. Im Konvent des Loccumer Klosters ist er bereits in einem Gottesdienst verabschiedet worden. Verabschiedet hat ihn nun auch die Landeskirche, für der er deren mittlerweile einziges Predigerseminar noch leitet.

Wie hoch angesehen das Predigerseminar und die Ausbildung der Vikare ist, zeigt sich unter anderem darin, dass der Landesbischof zum Abschied aus Hannover anreiste. Und auch darin, dass die Predigt an diesem Tag nicht einem allein vorbehalten war. Gemeinsam gestalteten Meister und Stäblein sie, sprachen im Dialog und betonten darin, dass Predigt eben auch im Dialog stattfinden müsse - im Dialog mit den Menschen und aus dem Gespräch mit und über die Sorgen und Nöte der Menschen heraus. In diese Sorgen und Nöte hinein „verspreche“ dann Gottes Wort. Als Bild dafür diente ihnen die Geschichte von Jona, dessen Predigt in Ninive die sündigen Menschen wirkungsvoll zur Umkehr brachte - wobei, auch das betonten Meister und Stäblein, der Weg zur Umkehr seinen Anfang stets bei Gott selbst nehme.

Begleitet wurde der Stäbleins Abschied von Menschen aus dem Dorf, in dem er mit seiner Familie lebt, von zahlreichen der rund 300 Vikare, die in den vergangenen sieben Jahren ihre Ausbildung in Loccum erhalten haben, und mit einem Fest auf Klostergelände im Anschluss an den Gottesdienst.

Woran er sich in erster Linie erinnern werde, wenn er an Loccum denke, sagt Stäblein, sei die Arbeit mit den Vikaren und dabei besonders die kleinen Momente des Alltags. „Wenn wir Neues verstanden haben“, sagt er. Als Lehrer lerne man doch immer am meisten und das empfinde er einfach als Geschenk. Gleichzeitig in Erinnerung würden ihm aber auch die „großen Momente“ bleiben: die Erweiterung des Predigerseminars, das zu Beginn seiner Zeit in Loccum nur eines von zweien in der Landeskirche war, mittlerweile aber alleiniger Ausbildungsort für die norddeutschen Landeskirchen ist. Die Einweihung der Tagespflegestelle auf Klostergelände, die den Eltern unter den Vikaren viel Entlastung bringt. Der Moment, als in der Klosterkirche nach jahrelangen Bauarbeiten die Gerüste abgebaut waren. Das Jubiläum des Klosters in 2013 mit zahlreichen Highlights - unter anderem einem Kinder-Musical, bei dem seine vier Kinder allesamt mitgespielt hätten. Aber: jede „Baustelle“ sei ein Highlight und es sei schön zu beobachten, wie es in Loccum immer vorwärts gehe.

Auf seine neue Aufgabe in Berlin freut Stäblein sich sehr – insbesondere, weil die Landeskirche dort so unterschiedlich sei: neben der Metropole Berlin erwarteten ihn zahlreiche kleine ländliche Gemeinden. „Ich kann mir kaum eine buntere und vielfältigere Kirche vorstellen.“ Voller Respekt vor dem neuen Amt gehe er dorthin - und voller Zuversicht. Dass andere gesagt haben, dass sie ihm diese Aufgabe zutrauen, gibt ihm die Sicherheit, sie auch zu meistern.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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