Im März „Mitmach-Übung“ in der Region / Szenario: Bau eines Flüchtlingslagers

Bundeswehr trainiert Augen, Mund und Ohren

Die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit örtlichen Behörden wie THW und Polizei ist ein Aspekt der Übung.
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Die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit örtlichen Behörden wie THW und Polizei ist ein Aspekt der Übung.

Hoya - Br.-Vilsen/Hoya · Mit Augen, Mund und Ohren statt mit Waffen übt die Bundeswehr vom 12. bis 14. März in den Samtgemeinden Bruchhausen-Vilsen und Hoya. Das Szenario: Der Bürgerkrieg in Oldenburgia auf der Insel Pandora ist vorbei, die Vertriebenen sollen zurückkehren in ihre Heimat. Doch wo ist ein geeigneter Ort für ein Durchgangslager?

So lautet die Kurzfassung des Szenarios der Übung „Joint Cooperation 2013“. Die Aufgaben der Soldaten aus Nienburg sind Aufbau, Gestaltung und Pflege der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Diese „Cimic“, Civil Military Cooperation, beinhaltet zwei Dinge:

– die Information, Beratung und Unterstützung ziviler Akteure und Organisationen als Beitrag zum staatlichen Wiederaufbau und

– die Erfassung, Beurteilung und Darstellung der zivilen Lage zur Unterstützung der militärischen Ope rationsplanung.

„Die aktuellen Einsätze der Bundeswehr zeigen, dass die zivil-militärische Zusammenarbeit eine wesentliche Voraussetzung für eine koordinierte, wirkungsvolle und zielorientierte Auftragserfüllung schafft“, steht in einer Pressemitteilung. Die Soldaten proben also die Zusammenarbeit mit zivilen Stellen und Akteuren. Sie beurteilen Daten und Fakten in Bruchhausen-Vilsen, Eystrup und Hoya, um eine geeignete Vorgehensweise erarbeiten zu können.

Im konkreten Fall sollen Vertriebene aus einem Lager in Bremen in ihre Heimat Nienburg zurückgeführt werden. Dabei gilt es für die Soldaten herauszufinden, in welchem Ort sich am besten ein Durchgangslager einrichten lässt.

Unter der Leitung des Kommandeurs des Cimic-Zentrums, Oberstleutnant im Generalstab Wolfgang Paulik, werden vom 12. bis 14. März Cimic-Trupps in den drei Orten ihren Aufträgen nachgehen und hauptsächlich Gespräche führen.

„Die Bereitschaft von Landräten, Bürgermeistern, Verwaltungen, Bundes- und Landespolizei, THW, wirtschaftlichen Größen und weiteren kontaktierten Personen aus der Region, an der Übung mitzuwirken, war sehr positiv“, lobt die Bundeswehr. „Jeder wollte sofort eine Rolle, die meist seiner Funktion und Tätigkeit im wahren Leben entspricht, übernehmen, sodass es uns zunächst schwer fiel, ,bad guys‘ zu identifizieren.“ „Böse Jungs“ seien aber notwendig, „denn die Soldaten sollen auch nicht alltägliche und nicht vorhersehbare Gesprächssituationen mit den Mitteln einer angemessenen Gesprächsführung bewältigen“, so die Bundeswehr, die – so viel sei verraten – schließlich doch noch „Böse Jungs“ gefunden hat.

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