„Da zuckt man dann ein bisschen“

Brandschutz-Container ermöglicht realistische Übungen für Rehburg-Loccumer Feuerwehren

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Mitten ins Feuer: Der Brandübungs-Container ermöglicht den Feuerwehrleuten einen Lehrgang unter realistischen Bedingungen.

Rehburg-Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Feuerwalzen und Rauchschwaden sind über den Platz am Rehburger Feuerehrgerätehaus gezogen. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Rehburg-Loccum hatte für drei Tage einen Brandübungs-Container dorthin geholt.

Florian Radtke hat gerade eine Feuerwalze über sich hinwegziehen lassen. Einmal, erzählt er, habe sein Kopf mitten im Feuer gestanden. „Da zuckt man dann eben ein bisschen – aber wir wussten ja, was auf uns zukommt“, kommentiert der Rehburger Feuerwehrmann seine Reaktion in jenem Moment. Und fügt hinzu, wie begeistert er von dieser Aktion ist. 

Als einer von 60 Atemschutzgeräteträgern aus den fünf Ortsfeuerwehren Rehburg-Loccums hat er – wie alle anderen auch – selbstverständlich einen Lehrgang gemacht, um die Aufgabe übernehmen zu können, bei Bränden im Bedarfsfall mit Sauerstoffgerät und entsprechender Schutzkleidung in brennende Häuser zu gehen. 

Dem Vergleich mit diesen Erlebnissen in dem Brandschutzcontainer könne der Lehrgang aber nicht standhalten. „Da liegen Welten dazwischen“, sagt Radtke. Dort in erster Linie die Theorie, auf dem Platz an Rehburgs Feuerwehrgerätehaus nun aber die Praxis.

Fragen über Fragen

Viele Sponsoren hat der Förderverein gesucht und gefunden, um den Brandübungs-Container finanzieren zu können.

Mehrere Durchgänge hat jeder der Feuerwehrleute an den drei Tagen bekommen, für die der Container dort stand. Wie verhalte ich mich bei Brand und Rauch? Wie deute ich unterschiedliche Brandfarben? Wodurch kann ich feststellen, ob womöglich eine Feuerwalze auf mich zuschießt, wenn ich in einem brennenden Gebäude eine Tür öffnen will? Und wie kann ich mich davor schützen und trotzdem diejenigen retten, die sich noch hinter dieser Tür befinden? Das sind die grundsätzlichen Fragen, die die Feuerwehrleute in dem Container beantwortet bekommen haben. Wie realitätsnah die Ausbildung ist, bestätigen alle, die aus der flammenden Kiste zurückkommen. Zuschauer bekommen eine Ahnung davon, wenn sie beim Öffnen der Türen einen Blick auf das Feuer erhaschen. Und auch dann, wenn Rauchschwaden aus dem Container steigen.

Viele Sponsoren wurden benötigt

Die Ausbilder, die von dem Unternehmen, das den Container betreibt, mit nach Rehburg gekommen sind, loben unterdessen den hohen Ausbildungsstandard der Rehburg-Loccumer Feuerwehrleute. „Das haben wir schon ganz anders erlebt“, sagt einer der Ausbilder, als er nach einem Durchgang erschöpft auf der Treppe sitzt und sich auf die nächste Schulung vorbereitet. 

Der Förderverein der Feuerwehren in der Stadt Rehburg-Loccum hat sich darum bemüht, dass diese Ausbildung möglich wurde. Dessen Vorsitzender Andreas Wulf musste gemeinsam mit dem Vorstand rund 9.000 Euro aufbringen. Es hat seine Zeit gedauert, bis genügend Sponsoren gefunden wurden. Doch wenn die Summe auch groß ist – die Feuerwehrleute sind sich sicher, dass jeder Euro gut angelegt wurde.

Die Sponsoren

Evangelische Heimvolkshochschule Loccum, Busse und Wenzel Steuerberatungsgesellschaft, Versicherungsbüro Vehrenkamp, ASB Kreisverband Nienburg, HM-Bauelemente, Gelsenwasser Energienetze, Restaurant Olympia, Diakonie Altenheim Mittelweser, Parkhotel Bad Rehburg, Pflegeheime Waldfrieden, Bad Rehburger Tee- und Nahrungsmittelfabrik, Elis Textil-Service, Förderverein Freunde der Ortsfeuerwehr Loccum, Henniges Automotive, Volksbank Nienburg, SSD Sicherheit, Rewe Regiemarkt, Gemeinnützige Stiftung Sparkasse Stolzenau, frischli Milchwerke, Theodor Backs, Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte, RSV Rehburg, Stadt Rehburg-Loccum.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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