Landkreis weist auf Pflichten und Vorsichtsmaßnahmen hin

Brandgefahr: Heu und Stroh sorgfältig lagern

Landkreis Nienburg. Die Erntezeit bringt auch in diesem Jahr wieder erhöhte Brandgefahren in der Landwirtschaft mit sich. Insbesondere Heu und Stroh sind Ausgangspunkt zahlreicher Großbrände. Feuergefahren werden nicht selten durch  unvorsichtige und unüberlegte Lagerung von Stroh und Heu erhöht.

Aus diesem Anlass weist der Landkreis Nienburg auf gebotene Vorsicht hin. So werden etwa Rund- und Hochdruckballen gern im Windschatten von Gebäuden oder unter Vordächern gelagert, um ein Nasswerden durch Regen zu verhindern und beides in unmittelbarer Nähe zum Stall zu haben. Aus diesem und aus arbeitswirtschaftlichem Grund werden auch Diemen nahe der landwirtschaftlichen Gebäude aufgesetzt. Wenn es dann brennt, breitet sich das Feuer schnell aus und zerstört unweigerlich auch Gebäude, Stallungen, landwirtschaftliches Gerät und Erntevorräte. Mensch und Tier sind unmittelbar gefährdet.

Diese Schäden und Gefahren können vermieden oder verringert werden, wenn bei der Stroh- und Heulagerung bestimmte Grundsätze und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. So sollten aus Sicherheitsgründen etwa mit Heu und Stroh beladene Wagen nicht neben Gebäuden in Straßennähe abgestellt werden, Unbefugte vom Hof ferngehalten, Türen, Tore und Einfriedungen geschlossen gehalten und wegen Selbstzündungsgefahr ständig die Temperatur in der Heulagerung kontrolliert werden.

In Niedersachsen gibt es keine speziellen Sicherheitsvorschriften zur offenen Lagerung von Ernteerzeugnissen. Im konkreten Einzelfall können jedoch Polizei und allgemeine Ordnungsbehörden auf Grund des Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung und dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz einschreiten.

Zum Schutz der im Freien gelagerten Ernteerzeugnisse und zur Eindämmung von Brandgefahren ist jedoch bereits 1940 eine Verordnung über das offene Lagern von Getreide und anderen Ernteerzeugnissen erlassen worden. Danach sind für Lager von ungedroschenem Getreide, von Stroh, Heu, Reet, Flachs und ähnlichen, leicht entzündlichen Ernteerzeugnissen bestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Die Brandkassen und Brandschutzversicherer beziehen sich in ihren Sicherheits- und Vertragsbedingungen teilweise auf diese alte Verordnung.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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