Sprengkörper aus dem 2. Weltkrieg im Weserabschnitt am Amtsgericht gefunden / Evakuierung der Stadt ab 14 Uhr

Bombenwarnung in Hoya - Evakuierung hat begonnen

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Auf der "Ibis III" soll die Bombe, die sich noch gesichert in der Weser befindet, per Fernentschärfung unschädlich gemacht werden.

Hoya - (kap) - Bombenwarnung in Hoya. Vergangene Nacht um 3 Uhr stieß die Firma „Bitec“, die die Weser im Zuge der Mittelweservertiefung nach Sprengkörpern absucht, auf Höhe des Hoyaer Amtsgerichts auf eine 250 Pfund schwere englische Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Heute Nachmittag wollen Experten die Bombe bergen und entschärfen. Dafür müssen allerdings zwei Drittel aller Bürger der Grafenstadt evakuiert werden.

Alle, die sich in einem Radius von 1000 Metern um den Fundort aufhalten, dort arbeiten oder wohnen, sollen sich zur Scheibenwiese begeben. Ab 14 Uhr informiert die Polizei die Anwohner per Lautsprecherdurchsagen in den Straßen und fordert sie zum Verlassen des Sperrbereiches auf. Dieser soll bereits um 16 Uhr menschenfrei sein. Die Schüler der Hoyaer Schulen haben nach der sechsten Stunde Schluss. Nur das nördliche Industriegebiet sowie Teile der Firma „Smurfit Kappa“ liegen außerhalb des Gefahrenbereiches.

Planten die Bergung der Bombe und die Evakuation schon in den frühen Morgendstunden: Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Rustemeyer, Hauptkommissar Dietmar Scholz und Gerd Ehler vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Hannover (v.l.).

Das Bürgerbüro in Nienburg hat unter Tel. 05021/ 96 72 80 ein Notfalltelefon eingerichtet, und der Rundfunk informiert über die Einzelheiten der Evakuierung. Die Scheibenwiese wird zum Dreh- und Angelpunkt. Dort sammeln sich neben den Schutzsuchenden auch Kräfte der Feuerwehr, der Johanniter und der Polizei.

„Wir wollten die erforderliche Evakuierung nicht auf das Wochenende verschieben“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Rustemeyer. „Wir machen Hoya komplett zu, mit Straßensperren und allem drum und dran“, sagte Dietmar Scholz, Leiter der Hoyaer Polizei. Zusammen mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Hannover hatte es heute Morgen in der Hoyaer Polizeistelle ein Krisentreffen gegeben.

Um 18 Uhr beginnen die Beamten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Bergung der Bombe. Diese befindet sich noch in der Weser zwischen den beiden Brücken am Amtsgericht. Taucher haben sie in den frühen Morgenstunden an einer Boje festgelegt, damit sie nicht detoniert. Die Experten der Polizei planen, den Sprengkörper an Bord des Schiffes „Ibis III“ zu hieven und ihn dann per Fernentschärfung unschädlich zu machen.

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