Ausstellung mit Werken der Berliner Künstlerin Birgit Ginkel beginnt im Religionspädagogischen Institut Loccum

Bilder sorgen beim Betrachter für einen Moment der Ruhe

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Ihren Sohn Willem Hilarius hat Birgit Ginkel auf einem ihrer Bilder mit goldenem Schein gemalt. ·

Nienburg - LOCCUM · „… aus goldenem Dunkel“ nennt Birgit Ginkel ihre Ausstellung, die ab Sonnabend, 15. Oktober, im Religionspädagogischen Institut Loccum (RPI) zu sehen ist. In alter Tradition verwendet die Berliner Künstlerin gemahlene Edelsteine für ihre Bilder, um eine einzigartige Farbigkeit zu erzielen.

Hell und licht seien die meisten ihrer Arbeiten, sagt Ginkel, während sie über die Flure des RPI huscht, Bilder sortiert und überlegt, wie sie gut zur Wirkung kommen können. Perlmutt und Blattgold sei das, was dort auf dem großformatigen Gemälde auf tiefem Nachtblau schimmere, erklärt sie. Auf anderen Bildern hat sie Edelsteine zu Spiralen angeordnet, wieder andere sind ganz und gar mit dünnen Kupferschichten überzogen. Die intensive Farbigkeit ihrer Bilder könne kein anderes Material erzielen, sagt sie. Einen Moment der Ruhe sollen die Bilder bei den Betrachtern auslösen.

Den Edelstein-Bildern, auf denen sie mit Formen experimentiert, stellt Birgit Ginkel im RPI aber noch eine andere Reihe entgegen. Kinder sind darauf zu sehen, meist Säuglinge. Um ihre Köpfe wölbt sich ein goldener Schein. Das sind für die Künstlerin Erinnerungsbilder an Kinder, die nicht mehr auf dieser Erde weilen. Um manche der Bilder, erzählt sie, hätten Eltern sie gebeten. Zu anderen fühlte sie sich durch Zeitungsberichte über misshandelte und getötete Kinder inspiriert. Kleine Stückchen vom Sternenhimmel wolle sie diesen Kindern mit den Bildern widmen. Ihren eigenen Sohn Willem Hilarius zeigt sie auch. 2002 wurde er geboren und 2002 sei er auch gegangen, sagt Ginkel und deutet gen Himmel. Mit zarten Strichen hat sie den Kleinen auf die Leinwand gebannt, der goldene Schein, der ihn umgibt, beherrscht das Bild.

Wer die Ausstellung von Birgit Ginkel im RPI in Loccum sehen möchte, hat dazu bis zum 6. Januar des kommenden Jahres Gelegenheit. Geöffnet ist montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr, sowie sonnabends und sonntags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. · ade

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