Besitzerin im Urlaub

Nachbarin rettet 14 Katzenbabys

Erschöpfte und unterernährte Katzenbabys entdeckte die Polizei auf den Hinweis einer Nachbarin in Drakenburg. n Foto: msa

DRAKENBURG. Das verzweifelte Miauen rief die Nachbarin auf den Plan: 14 unterernährte junge Katzen holten Polizeibeamte in der Nacht von Montag auf Dienstag aus der Wohnung einer Frau in Rodewald.

Das Team des Tierheims Drakenburg kümmert sich derzeit um den Katzennachwuchs und päppelt ihn auf. Die Wohnungsbesitzerin war in den Urlaub gefahren und hatte die Jungtiere sowie ihre fünf erwachsenen Katzen unversorgt zurückgelassen.

„Die Tierärztin, die meine Kollegen begleitete, schreibt in ihrem Bericht, dass die Tiere stark unterernährt und dehydriert waren“, teilte Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke mit. Das Einschreiten sei unbedingt notwendig gewesen. Die Tierärztin nahm die jungen Katzen über Nacht mit in ihre Praxis und stabilisierte sie. Am nächsten Tag nahm sich das Drakenburger Tierheim-Team ihrer an. Drei Würfe holten die Polizeibeamten aus der Wohnung, die Tiere sind zwischen zwei und acht Wochen alt.

Die Jüngsten und Schwächsten konnten die Tierschützer bei ihrer Pflegestelle, der „Katzen-Omi“, unterbringen. „Sie schläft kaum noch“, berichtete die Tierheims-Vorsitzende Helke Romann. „Die jungen Tiere müssen alle drei Stunden gefüttert werden.“ Die mittlerweile zurückgekehrte Katzenbesitzerin brachte am Mittwoch die Mutter der jüngsten Kätzchen ins Tierheim, damit diese hilft, sie aufzuziehen. Da die Mutter aber selbst geschwächt sei, habe sie nicht genug Milch und die „Katzen-Omi“ müsse zufüttern.Auf die junge Frau aus Rodewald wartet eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem verständige die Polizei in solchen Fällen das Veterinäramt und das Gesundheitsamt, erklärte Mielke. Helke Romann hofft, dass die Rodewalderin den Tierschützern auch noch ihre übrigen erwachsenen Katzen bringt. Auch diese seien schlecht ernährt und von Parasiten befallen. Die jungen Katzen würden die Tierschützer gerne vermitteln, wenn sie alt und stabil genug sind. „Das dauert aber sicher noch einige Wochen“, schätzt Helke Romann.

ike

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