DRK bereitet BBS-Sporthalle in Nienburg als Notunterkunft für Flüchtlinge vor

Bereit zum Empfang

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Ortstermin: DRK-Geschäftsführer Marcus Stövesand, Erster Kreisrat Thomas Klein und DRK-Rettungsdienstleiter Mike Plate (v. r.) sehen sich die Sporthalle an.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Es ist eine Herkules-Aufgabe, die Zeit dafür mehr als knapp. Innerhalb von weniger als vier Tagen muss der Landkreis Nienburg eine Notunterkunft für 200 Flüchtlinge aus dem Hut zaubern.

Nicht einmal vier Tage, um ein geeignetes Objekt zu finden, es entsprechend herzurichten, die Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge zu organisieren.

Am Montag erwartet der Landkreis 100 Flüchtlinge, am Freitag sollen weitere 100 folgen. Untergebracht werden sie in der Nienburger BBS-Sporthalle. „Sie ist die ideale Liegenschaft, um diese große Zahl von Menschen unterzubringen“, begründet der Erste Kreisrat Thomas Klein die Wahl. Den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Innerhalb von nur 24 Stunden setzen Landkreis und DRK sämtliche Hebel in Bewegung, um die Halle zur Notunterkunft umzufunktionieren. Am Freitagmittag hatten die Beteiligten alles Notwendige in die Wege geleitet.

„Wir rechnen damit, dass wir die Einrichtung pünktlich am Montagmorgen betriebsbereit übergeben können“, ist Thomas Klein überzeugt. Wichtig sei zunächst, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf haben sowie zu essen und trinken bekommen. „Alles weitere müssen wir dann sehen.“ Noch wisse man schließlich nicht einmal, wie viele Kinder und Familien unter den Flüchtlingen sind.

„Zwei große Aspekte bei den Vorbereitungen waren die Organisation der Verpflegung und eines Sicherheitsdienstes“, erklärt DRK-Geschäftsführer Marcus Stövesand. Beide sind geregelt und gewährleistet. Die Verpflegung übernehme ein regionaler Partner und auch ein Sicherheitsdienst sei bereits gefunden, der am Montag mit mindestens sechs Kräften vor Ort sei. Ebenfalls vorbereitet sind die medizinischer Erstversorgung sowie die Begrüßung durch den Integrationsbeauftragten Karim Iraki. Mehrere Ärzte werden anwesend sein, für schwere medizinische Fälle stehen das Nienburger Krankenhaus sowie die Kinderabteilung der Neustädter Klinik bereit.

Vor der Sporthalle errichtet die Feuerwehr ein Verpflegungszelt, in dem am Montag auch die Begrüßung stattfindet. Nach einer ersten Versorgung mit Speisen und Getränken folgt eine sogenannte Erstvital-Untersuchung im Umkleidebereich sowie eine Kontrolle bezüglich gefährlicher Gegenstände. Anschließend untersuchen insgesamt drei Ärzte die Neuankömmlinge genauer, bevor diese mit Bettzeug und hygienischer Erstausstattung versehen, in der Sporthalle ihre Feldbetten beziehen können. Insgesamt werden rund 20 Personen – darunter zahlreiche ehrenamtliche DRK-Kräfte – die Erstaufnahme durchführen.

Derzeit geht der Landkreis davon aus, dass die Sporthalle vier Wochen lang als Notunterkunft genutzt wird. „Die Entwicklung darüber hinaus müssen wir abwarten“, erklärt Klein. Die betroffenen Vereine hätten ausnahmslos mit großem Verständnis auf diese Entscheidung reagiert. Auch hätten bereits zahlreiche Hilfsorganisationen ihre Unterstützung angeboten. „Mit dem DRK haben wir einen hochkompetenten Partner an unserer Seite“, lobt der Erste Kreisrat zudem ganz besonders die Rotkreuzler.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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