MTV Schweringen baut mit viel Eigenleistung neue, zeitgemäße Sporthalle

Begeisterte Sportler sind auch fleißige Handwerker

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Mit Schwung und Elan buddeln der MTV-Vorsitzende Joachim Plüschke (links) und Oberturnwart Heinrich Friebe für das Fundament der neuen Sporthalle. ·

Schweringen - Der 1921  gegründete Männerturnverein (MTV) Schweringen ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Nach dem  Abriss der Sporthalle helfen die Mitglieder derzeit  fieberhaft beim Neubau mit. Wie beim Vorgängerbau  bringen sie darin viel Eigenleistung ein und beweisen  eindrucksvoll ihr Engagement.

Derzeit weichen die Mitglieder zum Sport in die umliegenden Orte aus. Wo vorher die 1978 eingeweihte Halle stand, findet sich aktuell eine Betonplatte, das Fundament der neuen Sportstätte. Es ist in Eigenleistung entstanden. „Wenn alles weiter so gut läuft, starten wir im Frühjahr 2013 in der neuen Halle“, sagt der MTV-Vorsitzende Joachim Plüschke.

In Eigenleistung hatten die Vereinsmitglieder auch die alte Halle abgerissen – „immer in Rücksprache mit Bauexperten und der Gemeinde“, betont Plüschke.

Zwar war die alte Halle erst 34 Jahre alt, für ihren Abriss sprachen aber gleich mehrere Gründe: Zum einen war da ein unerklärlicher Gestank, und zum anderen hätte sie umfangreich energetisch saniert werden müssen.

Im Jahr 2009 wurde aufgrund des Geruchs eine Schadstoffprüfung vorgenommen. „Dabei stellte sich heraus, dass er zwar störend, aber nicht gesundheitsschädlich sei“, sagt Plüschke. Im Zuge der Prüfung beschäftigten sich die Verantwortlichen auch mit dem Thema „energetische Sanierung“. In Gesprächen mit Politikern und Bau experten kam man zu dem Entschluss, dass die Kosten der anstehenden Maßnahmen einen Neubau rechtfertige. In Aussicht gestellte Fördergelder der EU erleichterten letztlich die Entscheidung zugunsten einer neuen Halle.

Doch vor dem Baubeginn stand die Diskussionen über den Standort. Man kam überein, dass es beim alten bleiben soll. Der Dorfmittelpunkt mit Feuerwehr, Dorfgemeinschaftshaus und Sporthalle sollte bleiben. Und so begannen die MTV-Mitglieder den Rückbau der alten Sportstätte. „Die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung ist sehr gut“, lobt Plüschke.

Von dem Bau profitieren nicht nur die Vereinsmitglieder. Ein 110 Quadratmeter großer Dorfgemeinschaftsraum ist fester Bestandteil der neuen Halle. Die Sportler freuen sich auf eine sogenannte Einfeldhalle mit zeitgemäßen Umkleide- und Sanitärräumen. Bis es jedoch soweit ist, gibt es noch einiges zu tun. „Wir freuen uns über jede helfende Hand“, sagt Plüschke. · as

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