Hussein Zarifi ist Maurer im ersten Lehrjahr und ihm gefällt „alles“

Auf Baustellen jeder Art

Hat sichtlich Spaß bei seiner Arbeit: Maurer-Lehrling Hussein Zarifi. Im August begann er seine Ausbildung bei „B und B Bau“ in Hoya. ·

Hoya - Von Annika Bünder. Der Helm steht ihm gut, den Umgang mit der Kelle beherrscht er: Hussein Zarifi ist Maurer-Lehrling im ersten Jahr. Im August hat der 19-Jährige seine Ausbildung bei „B und B Bau“ in Hoya begonnen. Und schon jetzt weiß er: „Das ist der richtige Beruf für mich.“ Was ihm am Maurer-Handwerk gefällt ? „Alles !“, sagt Hussein Zarifi schnell und bestimmt.

Sein Vater ist auch Maurer. Als Kind begleitete Hussein Zarifi ihn oft auf Baustellen, später half er mit. Der Schwarmer hat zunächst die Hauptschule in Bruchhausen-Vilsen besucht, dann ging er ein Jahr zur Berufsschule in Syke und belegte das Fach „Bau und Technik“. Anschließend bewarb er sich bei „B und B Bau“ in Hoya, absolvierte dort ein zweiwöchiges Praktikum und bekam schließlich die Zusage für einen Ausbildungsplatz.

Voraussetzung für eine Einstellung bei „B und B Bau“ als Maurer-Lehrling sei mindestens ein guter Hauptschulabschluss, sagt Thomas Carstens, Geschäftsführer des Unternehmens. Nach einem ersten Gespräch müssen sich die Bewerber in der Praxis beweisen. „Und das“, so Thomas Carstens, „geht am besten über ein Praktikum.“

Räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis sind die beiden wichtigsten Fähigkeiten, die angehende Maurer mitbringen müssen. Schon im ersten Lehrjahr lernen sie Bauzeichnungen richtig zu erfassen und umzusetzen – ein „Werkzeug“, das sie in ihrem Beruf ständig brauchen. Die Baustellen sind vielfältig. Das weiß auch Hussein Zarifi schon: „Es gibt immer etwas Neues“, sagt er. Von der Grundsteinlegung bis hin zur Fertigstellung sind viele verschiedene handwerkliche Techniken anzuwenden und unterschiedliche Materialien zu verarbeiten. Die Maurer-Ausbildung dauert drei Jahre. Nach dem zweiten Lehrjahr steht die Zwischenprüfung auf dem Plan. Berufsbegleitend besuchen die Lehrlinge eine Schule. Hussein Zarifi geht zum Förderungs- und Bildungszentrum in Garbsen. Arbeit und Schule wechseln sich blockweise ab, die Zeiträume variieren dabei. Wenn Hussein Zarifi in Garbsen die Schulbank drückt, dann wohnt er dort zusammen mit seinen Klassenkameraden in einem Wohnheim.

Für ausgebildete Maurer eröffnen sich viele Perspektiven: „Sie können den Meister machen“, sagt Thomas Carstens, „oder ein Studium an der Fachhochschule, beispielsweise zum Bauingenieur.“ Hussein Zarifi möchte an seine Lehre auf jeden Fall die Meisterschule anschließen, sagt er.

„B und B Bau“ bildet bereits seit 1987 aus. In den vergangenen 25 Jahren hat das Unternehmen über 20 Auszubildende gehabt – darunter nur ein Mädchen als Maurer-Lehrling, aber das habe sich prima gemacht, erzählt Thomas Carstens. Neben Maurern bildet die Firma auch Bauzeichner und Bürokaufleute aus. Für August sucht das Team noch einen Bauzeichner-Lehrling – „gerne auch ein Mädchen“, fügt Thomas Carstens hinzu.

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