Bauhof hat vier Exemplare in der Fußgängerzone abgebaut

Erste Werbevitrinen verschwinden aus dem Nienburger Stadtbild

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Vier Vitrinen weniger: Bauhof-Mitarbeiter bauen die ersten Schaukästen in der Langen Straße ab.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Sie sind wahrlich keine Schmuckstücke. Zahlreiche, wenig attraktive Werbevitrinen säumen Nienburgs Fußgängerzone. Seit heute morgen sind es ein paar weniger.

Der Bauhof hat nämlich vier der achteckigen Exemplare vor der Bäckerei Deicke und dem benachbarten Modefachgeschäft Gerry Weber in der Langen Straße abgebaut. „Die Bäckerei hat der Stadt Nienburg ein vernünftiges Gestaltungskonzept für die Nutzung des Bereiches vorgelegt. Auf dessen Grundlage entschlossen wir uns, die ersten Schaukästen nun zu entfernen“, erklärt Martin Gerold vom Fachbereich Wirtschaftsförderung auf Blickpunkt-Nachfrage. „Gestalterisch waren die Vitrinen völlig überholt.“ Die Bäckerei plane dort die Aufstellung von hochwertigem Mobilar. Auch Sonnenschirme ohne Werbeaufdrucke sollen den Außenbereich an der Ecke zur Weserstraße optisch aufwerten.

Die Maßnahme ist gewissermaßen der Auftakt zur Auflage einer neuen Sondernutzungssatzung, wie der öffentliche Raum vor den Geschäften zukünftig genutzt werden kann. „Ein positives Beispiel diesbezüglich ist Hameln“, berichtet Gerold. Die Stadt an der Oberweser habe eine Richtlinie erlassen, die Umfang und Gestaltung der Möbel vor den Geschäften regelt.

Bereits seit Jahren wird in Nienburg über den Abbau der Schaukästen in Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaft lebhaft und teils kontrovers diskutiert. Insbesondere im Rahmen der Leitbild-Entwicklung war ihr Abbau immer wieder Thema. Die Leitbild-Planungswerkstatt hatte den Abbau initiiert, der Verwaltungsauschuss nun offiziell grünes Licht dafür gegeben.

Den Werbekunden will die Stadt alternative und zeitgemäße Werbeflächen beziehungsweise -konzepte anbieten. Denkbar seien unter anderem Schaufensterflächen leerstehender Geschäfte, nennt Gerold eine von vielen Möglichkeiten.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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