Badeseen im Kreis schneiden bei Tests gut ab

Ohne Bedenken ab ins natürliche Nass

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Ohne Bedenken können Badegäste die "Rolle" nutzen.

Landkreis Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Kerngesund: Den Badeseen im Landkreis Nienburg geht es gut. Das zumindest geht aus dem Badegewässeratlas des Landes Niedersachsen hervor.

Die Messergebnisse zeigten, hatte die zuständige Gesundheitsministerin Cornelia Rundt erklärt, „dass die niedersächsischen Badegewässer die aktuellen Anforderungen der Niedersächsischen Badegewässerverordnung und der EU-Badegewässerrichtlinie – wie bereits im letzten Jahr – in hohem Maße erfüllen.“

Acht Seen listet der Atlas im Kreis Nienburg auf, die ausnahmslos einen Gang ins Wasser zulassen. Nun brauchen sich die Gewässer zwar vor den Mitbewerbern aus dem Nachbarkreisen nicht zu verstecken. Allerdings gab es landesweit überhaupt kaum schlechte Ergebnisse. Von den aktuell 272 Badestellen in Niedersachsen sind 244 Badegewässer als ausgezeichnet eingestuft, 19 Badegewässer als gut, und lediglich bei dreien reichte es nur für ein „Ausreichend“. Für sechs Stellen gibt es keine Ergebnisse, weil sie zu neu sind oder Arbeiten Untersuchungen nicht ermöglichten.

Ganz neu als Badestelle ausgewiesen ist der Badesee in Diethe-Langern in der Gemeinde Stolzenau. Dort, in direkter Nähe zur Weser, hatte die Firma Meyer Kies abgebaut und schließlich der Gemeinde eine Badestelle mit Liegefläche und Begrünung angelegt. Eine offizielle Eröffnung steht zwar noch aus, erklärte Bernd Müller als zuständiger Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser. Nutzen können Besucher den See aber auch jetzt schon. Und zwar ohne Bedenken, wenn es nach dem Test des Gesundheitsamtes geht.

Ohne Beanstandungen dürfen Wasserfreunde zudem in die „Rolle“ in der Kreisstadt steigen. Allerdings könnten dort in den Sommermonaten gelegentlich Blaualgen auftreten – auch wenn entsprechende Massenentwicklungen in den vergangenen fünf Jahren nicht beobachtet worden sein.

Schon ein bisschen an einen kleinen Fluss erinnert der Alveser See bei Eitzendorf im Norden des Landkreises. Bei guten drei Kilometern Länge von Nord nach Süd ist er gerade maximal 180 Meter breit. Verwunderlich sind diese Maße nicht, handelt es sich doch um einen Altarm der Weser – was übrigens für die meisten Seen gilt, wenn sie nicht aus dem Abbau stammen. Verwandt ist daher auch das Wellier Kolk. Er liegt südlich vom namensgebenden Örtchen Wellie, einem Teil Steyerbergs und dabei etwas schmaler und auch nicht ganz so lang. Ein Kolk ist übrigens im Norddeutschen Raum eine „wassergefüllte Vertiefung“.

Der Bollwerder See ist Teil des Naturfreibades in Landesbergen. Als „erheblich verändert“ stuft der Atlas den See – im Gegensatz zum Ursprungszustand zwar ein. Bedenken gibt es aber keine. Dasselbe gilt für das Naturfreibad in Eystrup, das bereits 1961 gebaut wurde.

Wiederum ein Baggersee ist die Badestelle in Kleinenheerse ein Stück östlich von Uchte – auch dort gab es keine Beanstandungen. Der Hämelsee in der Samtgemeinde Heemsen schneidet ebenso gut ab. Der Unfall vor einigen Tagen, als dort ein Jugendlicher ertrank, hatte nichts mit der Wasserqualität zu tun.

Die Einstufung erfolgt aufgrund der hygienischen Güte, die gewissen Schwankungen unterliegt. Da eine Einzelmessung nur eine Momentaufnahme darstellt, kann daraus nicht auf die generelle hygienische Güte der Wasserqualität an einer Badestelle geschlossen werden. Seit Ende April bis zum Ende der Badesaison am 15. September entnehmen die örtlichen Gesundheitsbehörden daher mindestens alle vier Wochen Wasserproben in den gemeldeten Badegewässern und prüfen diese auf bakterielle Belastungen. Die Einstufung in die EU-weit einheitlichen Qualitätskategorien von „ausgezeichnet“ bis „mangelhaft“ wird daher für jede Badestelle auf der Basis der Untersuchungsergebnisse von vier Jahren vorgenommen.

www.badegewaesseratlas.niedersachsen.de

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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