Im Wasser schwanden die Kräfte

Junges Paar stürzt mit Auto in die Weser - 22-Jährige stirbt

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Mit dem Autokran des THW wurde der Fiat Panda aus dem Wasser gehoben.

Hoya - Eine 22 Jahre alte Frau ist nach einem Sturz mit dem Auto in die Weser bei Hoya ums Leben gekommen. Die Frau und der Fahrer des Autos befanden sich am Freitagabend mit dem Fahrzeug auf einer Anlegestelle für Binnenschiffe und stürzten nach einem Wendemanöver rückwärts in die Weser, wie die Polizei in Nienburg mitteilte.

„Eigentlich dürfen Autos diese Fläche nicht befahren, deshalb ist sie auch nicht gesichert“, sagte ein Polizeisprecher. Die Beifahrerin kam ins Krankenhaus und starb dort an ihren Verletzungen. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ermittelt die Kriminalpolizei.

Das Paar konnte sich zwar aus dem Fahrzeug befreien, doch in dem empfindlich kalten Wasser schwanden schnell die Kräfte. Die Frau musste nach ihrer Rettung reanimiert werden.

Zu dem Einsatz wurde die Feuerwehr Hoya gegen 21.30 Uhr alarmiert. Der Wagen war auf dem Löschplatz zwischen der Bahn- und Straßenbrücke in die Weser gestürzt. Ein auf der anderen Uferseite wohnender Feuerwehrmann hörte die Hilfeschreie, eilte über die Straßenbrücke zum Löschplatz und stürzte sich ins Wasser. Er konnte die Frau mit Hilfe der inzwischen eingetroffenen Polizei mit einem Abschleppseil sichern und aus dem Wasser ziehen. Der Mann schaffte es mit letzter Kraft über eine Leiter ans Ufer zu gelangen.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) leuchteten die Einsatzstelle aus. Da zunächst nicht auszuschließen war ob sich weitere Personen im Auto befanden wurden Tauchergruppen der DLRG und die Bootsgruppe der Kreisfeuerwehr alarmiert. Kreisschirrmeister Heinz Block brachte das Boot am Yachthafen zu Wasser und fuhr dann die Einsatzstelle an. Zwei Taucher vom DLRG aus Verden konnten den versunkenen Wagen schnell orten und sichern. Mit dem Autokran des THW wurde der Fiat Panda aus dem Wasser gehoben. Die Weser war für den Schiffsverkehr bis Mitternacht gesperrt. Über Schaden und Ursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Einsatzleiter Wilfried Gütz lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den etwa 40 Einsatzkräften der verschiedenen Rettungsorganisationen von Feuerwehr, THW, DRK, DLRG und Polizei.

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