Der „Dörps Kalender Magelsen 2011“ erinnert auch an den Ausnahmewinter 1978/79

Von der Außenwelt abgeschnitten

Hartmut Westermann (l.) und Manfred Strahmann vor der Scheune der Interessengemeinschaft „De ole Schüün“ mit den Kalendern 2011.

Hoya - MAGELSEN (cc) · Immer auf der Suche nach Bild-, Foto- und Kartenmaterial aus Magelsen und der Umgebung sind die beiden Mitglieder der Interessengemeinschaft „De ole Schüün“, Hartmut Westermann und Manfred Strahmann. Bereits im vierten Jahr erscheint der „Dörps Kalender Magelsen“, in dem die beiden Fotojäger ihre gesammelten Schätze präsentieren.

Der jeweiligen Jahreszeit entsprechend haben sie Fotos, Postkarten und Zeitungsausschnitte sortiert und ansprechend in einem dezenten Sepiafarbton in Kalenderform gebracht.

Jedem Foto sind kleine Erläuterungen beigefügt. Doch Hartmut Westermann und Manfred Strahmann wissen noch viel mehr über die Begebenheiten auf den Fotos zu berichten. „1911 war ein sehr trockener Sommer. Der Alveser See war ganz flach, und man hat mit Pferd und Wagen einen Damm aufschütten können, aus dem die erste Brücke über den See entstand“, erzählt Hartmut Westermann mit Blick auf das Kalenderblatt für den Monat Januar.

Der Magelser August Kuhlmann stellte Bilder der Weizenernte vor fast 50 Jahren zur Verfügung. Vor 43 Jahren hatte Magelsens damaliger Bürgermeister Dieter Friedrichs den Sportplatz eingeweiht. Fotos und ein Zeitungsartikel erinnern im Kalenderblatt für den Monat Juli an die feierliche Veranstaltung.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist aber wohl nicht nur den Magelsern der harte Winter 1978/79. Fotos von meterhohen Schneebergen zeugen in dem Kalender von diesem Ausnahmewinter. Hartmut Westermann erinnert sich: „Der Schneepflug fuhr jede Stunde, doch nachmittags um drei ging nichts mehr.“ Und Manfred Strahmann ergänzt: „Wir waren tagelang eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten.“

Das Titelblatt des Kalenders ziert ein Blick auf den Siebenmeyerhof, das ehemalige Rittergut Clüver. In dessen Wappen sind die damaligen Jagd- und Fischereirechte des Gutes zu sehen.

Damit diese und viele andere Begebenheiten aus der Vergangenheit nicht verloren gehen oder in Vergessenheit geraten, sind die Mitglieder der Magelser Interessengemeinschaft „De ole Schüün“ unermüdlich im Einsatz, um in ihren Kalendern und Fotoausstellungen an die „gute alte Zeit“ zu erinnern. „Ohne die Mithilfe der Magelser läuft aber nichts“, so Manfred Strahmann. Er fordert alle Dorfbewohner auf, auf ihren Dachböden und Speichern nach alten Erinnerungsstücken zu suchen. Gefundene Fotos, Karten und Bilder werden von ihm und Hartmut Westermann gesichtet, gescannt und im Original an den Eigentümer zurückgegeben. Die nächste Fotoausstellung ist auch schon in Planung. Am 13. November sind bei Kaffee und Kuchen unter anderem Bilder über die Entstehungsgeschichten Magelsens zu sehen.

Den Kalender 2011 gibt es ab sofort bei Hartmut Westermann, Tel. 04256/ 12 80, und Manfred Strahmann, Tel. 04256/ 502, zum Selbstkostenpreis von neun € Euro.

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