Auch zukünftig drei getrennte Veranstaltungen in Nienburg?

Werbegemeinschaft gegen Fusion der Weihnachtsmärkte

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Letzter Rest des Adventszaubers: Die einsame Holzbude der Eisbahn vor der St. Martins-Kirche.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Kein gemeinsamer Weihnachtsmarkt in Nienburg in Sicht: Das Ziel von Bürgermeister Henning Onkes war klar formuliert, scheint aber wohl in weite Ferne zu rücken.

Nach einem Übergangsjahr mit drei adventlichen Budenstädten in der Kreisstadt sollte in diesem Jahr eine gemeinsame, zentrale Veranstaltung rund um Rathaus und St. Martins-Kirche stattfinden. Der Weihnachtsmarkt der Schausteller, der „Winterwald“ der Bürgerstiftung und der von der Stadt organisierte „Adventszauber“ sollten an zentraler Stelle fusionieren. Diese Idee steht anscheinend schon jetzt auf der Kippe.

Nienburgs Werbegemeinschaft spricht sich nämlich ganz klar gegen eine Vereinigung von Weihnachtsmarkt und Adventszauber im Stadtzentrum aus. „Wir favorisieren eine Zweiteilung der Märkte“, erklärt Nienburg-Service-Sprecher Jörg Kolossa gegenüber dem BlickPunkt. Die Werbegemeinschaft hält es für sinnvoll, den Winterwald der Bürgerstiftung in die Budenstadt auf dem Marktplatz zu integrieren und den klassischen Weihnachtsmarkt auch weiterhin am Ernst-Thoms-Platz stattfinden zu lassen. Dort sei er am Eingang der Fußgängerzone gut positioniert. „Das ist auch im Sinne der Schausteller, die an ihrem angestammten Platz bleiben möchten“, macht Kolossa klar. Problematisch sei die Erweiterung allein schon aufgrund des mangelnden Platzes. „Wo sollen die zusätzlichen Buden und das Kinderkarussell am Rathaus noch Platz finden?“, fragt Kolossa.

Auf offene Ohren stößt er mit dieser Argumentation bei Andreas Fick, Vorsitzender des Nienburger Schaustellerverbandes. Die Schausteller standen einem Umzug des Weihnachtsmarktes von Anfang an skeptisch gegenüber. In welche Richtung die Schausteller für die kommende Adventszeit planen, stehe allerdings noch nicht fest, sagt Fick. Am kommenden Freitag gebe es eine Versammlung, bei der über dieses Thema gesprochen werde. Der „Rückenwind“ der Werbegemeinschaft könnte diese Richtung durchaus beeinflussen.

Ob die Bürgerstiftung in der kommenden Adventszeit, wie von Nienburg Service gewünscht, mit ihrem „Winterwald“ vom Spargelbrunnen auf den Kirch- oder Marktplatz umzieht, ist indes noch vollkommen offen. „Es laufen diesbezüglich zur Zeit Gespräche“, erklärt Vanessa Breuer von der Bürgerstiftung. Für eine Entscheidung sei es aber zu früh.

Am Donnerstag, 25. Februar, ist die Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes Thema im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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