ASB-Helfer haben in Nienburger Clausewitz-Kaserne alles zur Aufnahme vorbereitet

Ankunft der Flüchtlinge für Freitagnachmittag erwartet

Der ASB hat den Betrieb einer kurzfristigen Behelfsunterkunft für etwa 100 Flüchtlinge im Offizierskasino der Clausewitz-Kaserne organisiert.

Nienburg. Noch am heutigen Freitag sollen die ersten Flüchtlinge in Nienburg eintreffen, die das Erstaufnahmelager in der Clausewitz-Kaserne in Langendamm beziehen.

Nienburg. Noch am heutigen Freitag sollen die ersten Flüchtlinge in Nienburg eintreffen, die das Erstaufnahmelager in der Clausewitz-Kaserne in Langendamm beziehen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)hatte dazu seit Donnerstag den Betrieb einer kurzfristigen Behelfsunterkunft für etwa 100 Flüchtlinge im Offizierskasino der Clausewitz-Kaserne in Langendamm organisiert. 24 Helfer sowie eine Notärztin stellten Feldbetten auf, richteten einen Speiseraum ein, organisierten Lebensmittel für die Erstversorgung und planten die medizinische und ärztliche Betreuung für die ersten Stunden.

„In der Notunterkunft stehen die Samariter seit 14 Uhr aufnahmebereit parat“, berichtet Anke Diekmann, Pressesprecherin des ASB-Kreisverbandes. „Wir werden in den nächsten Tagen viel Manpower brauchen und versuchen daher, überall wo es geht, Kraftreserven einzusparen“, erklärt Nico Eickhoff. Der Rettungsassistent und SEG-Leiter hat seitens des ASB-Kreisverbandes Nienburg neben Geschäftsführer Jens Sewohl die Verantwortung und Leitung für die Behelfsunterkunft übernommen.

Seit Freitagmorgen gibt es einen „geregelten“ Dienstplan für die Flüchtlingsunterkunft. Im Zwölf-Stunden-Rhythmus kümmern sich immer sechs Helfer um alles Notwendige in der Unterkunft. „Das ist schon eine personelle Herausforderung“, erzählt Jens Sewohl. Zeitgleich müsse der ASB nämlich die Einsatzbereitschaft des sogenannten erweiterten Rettungsdienstes gewährleisten und den regulären Dienstbetrieb der Rettungswachen aufrecht erhalten.

„Nicht zuletzt deshalb sind wir für Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung sehr dankbar“, macht Sewohl deutlich. Der Geschäftsführer bittet allerdings darum, dass Freiwillige, die bei der Flüchtlingshilfe in Langendamm aktiv werden möchten, sich zunächst unter der kostenfreien ASB-Servicenummer 0800/9711112 ab Montag wochentags zwischen 8 und 16 Uhr registrieren, damit man Helfer und Spenden zielgerichtet einsetzen könne.

Der ASB sucht derzeit dringend Personen, die als Dolmetscher eingesetzt werden können oder Mitbürger die bereit sind in den nächsten Tagen zum Beispiel bei Reinigungsarbeiten zu unterstützen. „Da wir noch nicht wissen, welchen Nationalitäten die eintreffenden Flüchtlinge angehören werden, bitten wir alle Menschen, die die Sprachen der betroffenen Flüchtlingsgebiete beherrschen und sich vorstellen können zu übersetzen aber auch alle, die tatkräftig mit anfassen möchten, sich ebenfalls unter unserer kostenfreien Rufnummer zu registrieren“, appelliert Anke Diekmann.

Aus der Bevölkerung haben den ASB bereits zahlreiche Spendenangebote erreicht. Genauso wie bei der personellen Unterstützung bitten die Samariter auch Mitbürger, die Sachspenden abgeben möchten, sich an die kostenfreie Telefonnummer des Kreisverbandes zu wenden, besser aber konkrete Spendenaufrufe abzuwarten und von Initiativspenden direkt in Langendamm abzusehen.

Für zweckgebundene finanzielle Spenden hat der ASB-Kreisverband Nienburg ein Spendenkonto unter dem Stichwort „Flüchtlingshilfe“ eingerichtet (IBAN: DE20 256501060000202044, BIC: NOLADE21NIB). Außerdem kann das Onlinespendenformular auf der Internetseite des ASB genutzt werden.

„Wir werden in den nächsten Tagen insbesondere auf unserer Facebook-Seite aber auch im Internet und über die Presse immer wieder aktuelle Informationen oder auch Spenden- oder Unterstützungsaufrufe herausgeben“, versichert Anke Diekmann.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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