Obstwiesen-Projekt in Hilgermissen ist gut angelaufen / Bäume und Sträucher gepflanzt

Apfelkuchen noch nicht in Sicht

Die Wecholder „Gänseblümchen“ mit ihren Betreuerinnen (v.l.) Charlotte Evers, Silke Bischoff und Sophie Lassak probierten gestern noch einmal aus, wie es sich anfühlt, Obstbäume einzupflanzen.

Hoya - WECHOLD (ike) · Die Gemeinde Hilgermissen ist seit dem Wochenende um 60 Obstbäume reicher. Eine Gruppe Einwohner rund um Initiator Carsten Hopmann pflanzte am Wochenende auf dem Gelände neben dem neuen Sportplatz eine Obstwiese besonderer Art an. Denn die 40 Apfelsorten sowie Birnen, Pflaumen und Zwetschgen bilden eine „fruchtige Ahnengalerie“ und zeigen, wie sich die Obstsorten über die Jahre verändert haben.

Mitglieder des Gemeinderats waren vor Ort und halfen, ebenso wie das von Hopmann mitbegründete N-Team, das sich um Naturschutz in der Gemeinde kümmert, und einige Bürger. „Alles hat super geklappt und viel Spaß gemacht“, sagte Hopmann.

Hochstämmige Bäume sind es, die mit genügend Abstand auf der Wiese verteilt stehen. Die alten Sorten, etwa Zitronenapfel und Dülmener Rosenapfel, hatte der gelernte Landschaftsgärtner Carsten Hopmann für das Projekt ausgewählt. Außerdem sind acht Birnensorten vertreten, Pflaumen- und Zwetschgenbäume sowie Quitten und Fruchtmispeln. Auf einem Streifen am Rand haben die Organisatoren Beerenobststräucher gesetzt. „Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Maibeeren und Haselnussträucher“, zählte Carsten Hopmann auf.

Hopmann hatte die Löcher für die Pflanzen im Vorfeld mit einem Mini-Bagger schon vorbereitet. „Wäre das Wetter feucht gewesen, hätte uns der leicht lehmige Boden Probleme bereiten können. Dank des Sonnenscheins wäre es aber eigentlich gar nicht nötig gewesen“, erklärte er. Das Gelände ist mit Eichenpfählen eingezäunt, und alle Bäume sind mit Wildspiralen vor hungrigen Tieren geschützt.

Die Kinder aus dem Kindergarten „Gänseblümchen“ schauten sich gestern Vormittag die Wiese mal an, denn Carsten Hopmann und seine Mitstreiter haben für sie einen langen, schmalen Streifen freigelassen. Dort wollen die „Gänseblümchen“ im Sommer ihr Gemüsebeet anlegen, erklärte Leiterin Silke Bischoff. Außerdem will das Kiga-Team Beerensträucher „zum Naschen“ anpflanzen.

Mitwirkende des Obst-Projekts sind die Grundschule während ihres Apfeltags und das Heimathus Wechold. Dessen Mitglieder wollen sich um die Schilder für die Bäume kümmern. Die Hilgermisser sind scheinbar schon „heiß“ auf die erste Ernte. „Ich bin angesprochen worden, wann es denn den ersten Apfelkuchen gibt“, lachte Carsten Hopmann. Das könnte in diesem Jahr sogar schon klappen, meint der Fachmann – wenn sich jemand die Zeit nehme und die komplette Wiese absuche. Um Apfelsaft pressen zu können, wie es das Kiga-Team vorhat, dauert es wohl aber noch einige Jahre.

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