Havarierter Frachter immer noch nicht entladen / Schaden immer höher

240-Tonnen-Monster-Kran ist da – Schaufel im Stau

Mit diesem mächtigen Kran soll es gelingen, den in Stolzenau havarierten Frachter zu entladen. ·

Stolzenau- Von Reinhard Bittner · Vor rund einer Woche war – wie ausführlich berichtet – das Frachtschiff „Wolfram“ an der Anlegestelle eines Stolzenauer Kieswerkes gesunken. Dabei war der 80 Meter lange Frachter in der Mitte durchgebrochen. Er blockiert seit dieser Zeit die gesamte Kiesproduktion.

Da dieser Baustoff für den Autobahn-Bau gerade jetzt stark nachgefragt ist, drängt die Zeit gewaltig, denn hohe Konventionalstrafen drohen. Um den Frachter bergen zu können, ist es notwendig, die bereits geladenen 800 Tonnen Kies zu entladen.

Genau dafür rückte gestern ein riesiger Autokran einer Spezialfirma aus Bremerhaven an. Ein solches Gerät hat in Stolzenau wohl noch niemand gesehen.

Damit der Kran mit seinen 96 Tonnen Leergewicht und seinen acht Achsen überhaupt ans Weserufer gelangen konnte, musste erst eine eigene Kiesbettung geschüttet werden. Wenn dann noch die Gegengewichte gelastet sind, wiegt das Monstrum ohne Ladung 240 Tonnen. Mit seinem riesigen Ausleger, den die Bediener bis auf 136 Meter ausfahren können, gelingt es, eine Last mit einem Gewicht von bis zu 500 Tonnen anzuheben.

Obwohl gestern gegen 14 Uhr alles startbereit gewesen war, konnte zur Verzweiflung der Leitung des Kieswerks die Arbeit immer noch nicht beginnen: Die elf Tonnen schwere Baggerschaufel, die das Schiff von seiner Kieslast befreien soll, steckte auf einem Transporter im Stau auf der Autobahn fest. Bei Kosten von etwa 5 500 Euro pro Tag – der Autokran kostet in der Anschaffung mehr als drei Millionen Euro – sind das teure Wartezeiten.

Geplant gewesen war im optimalen Falle, bis eventuell Sonntagabend das Schiff hebefertig machen zu können. Was wie und wann geschehen kann, darüber entscheiden die Experten erst nach dem Entladen des havarierten Frachters.

Die Feuerwehr, so berichtete Heinz Block von der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Nienburg, überprüft und versorgt noch weiterhin die Ölsperren, um die Weser und das nahe Landesberger Kraftwerk vor Ölverschmutzungen zu schützen. Währenddessen nähert sich die Schadenssumme unaufhaltsam einem siebenstelligen Bereich.

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