15-Jähriger aus Nienburg als Sprayer überführt / Seit einem Jahr aktiv

Nienburger Polizei klärt Graffitistraftaten auf

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Seit einem Jahr war der Graffiti-Sprayer in Nienburg unterwegs. Nun ging er der Polizei ins Netz.

Nienburg. Einen Ermittlungserfolg hat die Nienburger Polizei erzielt. Die Beamten überführten einen 15-jährigen Nienburger als Täter für mehrere Graffitistraftaten im Stadtgebiet. Vor einem Jahr begannen die Farbschmierereien in Nienburg.

Erfolgreiches Ermittlerteam Uwe Kluge mit seiner Kollegin Polizeikommissarin Ivonne Mees.

Wiederholt wurden Hauswände, Stromverteilerkästen, Werbetafeln und ein Parkdeck mit Farben besprüht. Letztlich wurden bei der bei der Polizei mehrere Taten angezeigt. Beamte des Fachkommissariats 6, zuständig für die Kinder- und Jugendkriminalität, nahmen die Ermittlungen auf. Wochenlange, intensive Arbeit führte sie auf die Spur eines Jugendlichen. Der Verdacht gegen den 15 Jahre alten Schüler verdichtete sich immer mehr, so dass über die Staatsanwaltschaft Verden ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnanschrift erwirkt wurde.

Bei der Durchsuchung stießen die Ordnungshüter auf entsprechende Beweismittel. „Unter anderem fanden wir Zeichenunterlagen mit den grafischen Signaturen und Buchstaben wie an den einzelnen Tatorten“, erklärt Ermittler Uwe Kluge. Der Jugendliche, der polizeilich bislang noch nicht aufgefallen war, gab die Taten zu. Erst in den Vernehmungen wurde ihm klar, was und vor allem welchen Schaden er durch sein Sprayen verursacht hatte. „Der Gesamtschaden beziffert sich auf rund 500 Euro“, ergänzt der Polizeikommissar. Auf Rat der ermittelnden Polizeibeamten wird sich der Jugendliche mit den Geschädigten zwecks Schadensregulierung in Verbindung setzen. Neben dem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung kommen die zivilrechtlichen Schadensersatzansprüche auf den Jungen beziehungsweise seine Eltern zu. Ein Appell richtet das Fachkommissariat 6 an die Erziehungsberechtigten. „Wie so häufig, waren auch in diesem Fall die betroffenen Eltern überrascht und haben von den Aktivitäten ihres Kindes nichts mitbekommen“, verdeutlicht Polizeikommissarin Ivonne Mees. „Interesse an speziellen Internetseiten zum Thema Graffiti, Schulhefte und Zeichenunterlagen mit grafisch verzierten Schriftzügen oder Signaturen, Sprühdosen, Eddingstifte, farbverschmierte Kleidung, Rucksäcke oder Haare – all das sind Merkmale, die Eltern aufmerksam machen sollten.“

mie

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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