GEW will zehn Fälle vor Gericht bringen

Zwei Lehrer reichen Klagen wegen hoher Arbeitsbelastung ein

Hannover - Zwei Grundschullehrer haben mit Unterstützung der Gewerkschaft GEW Klage gegen ihre überhöhte Arbeitszeit eingereicht. "Wir gehen nun auch den juristischen Weg, weil es von politischer Seite bisher noch nicht einmal ein Signal für eine umfassende Entlastung unserer Kolleginnen und Kollegen gibt", sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth am Mittwoch.

Über die beiden eingereichten Klagen hatte zuerst NDR 1 Niedersachsen berichtet. Insgesamt will die GEW zehn Fälle vor die Verwaltungsgerichte Braunschweig und Hannover bringen. Sie beginne mit Schulleitungen und Teilzeitkräften an Grundschulen, weil die Göttinger Arbeitszeitstudie 2016 bei ihnen besonders hohe Wochenarbeitszeiten festgestellt hatte, hieß es.

„Die beiden Fälle, für die wir gestern Klagen eingereicht haben, weisen mehr als 55 und sogar über 60 Stunden wöchentlich auf. Die Gesundheit der Betroffenen muss dringend geschützt werden. Das gilt in ähnlicher Weise für alle Lehrkräfte“, sagte die Landeschefin. Ab Februar werde die GEW weitere Verfahren vorbereiten. Dann gehe es um Gymnasiallehrkräfte, die nach Ansicht der Gewerkschaft ebenfalls enorme Arbeitszeitbelastungen aufweisen.

dpa

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