Kontrolle auf der A7

Waffenarsenal und Drogen in Lkw gefunden: Zoll „fehlt jegliches Verständnis“

Der Zoll hat in einem Kleintransporter bei einer Kontrolle acht Waffen und Marihuana gefunden.
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Der Zoll hat in einem Kleintransporter bei einer Kontrolle acht Waffen und Marihuana gefunden.

Ein Lastwagenfahrer ist auf einem Rastplatz an der A7 in den Fokus des Zolls geraten. Der Mann hatte Waffen und Drogen dabei. Bei einer Kontrolle fiel das auf.

Staufenberg – Der Zoll aus Braunschweig hat in der Nacht auf Mittwoch ein kleines, aber nicht minder gefährliches Arsenal an Waffen und eine beträchtliche Menge Drogen in einem Lastwagen entdeckt. Der Lkw war auf dem Rastplatz Staufenberg im Verlauf der A7 zwischen Göttingen und Kassel geparkt, als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten.

Pressesprecher Andreas Löhde beschreibt den ungewöhnlichen Fund in einer Pressemeldung, ein Foto zeigt das Ausmaß des gefährlichen Fundes. Neben acht Waffen fanden die Zollbeamten demnach auch knapp 370 Gramm Marihuana – alles aufbewahrt rund um den Fahrersitz des Kleintransporters.

Im Kleintransporter fördert der Zoll acht Waffen und Marihuana zutage

Zuerst habe alles auf einen wenig spektakulären Verlauf der Fahrzeugkontrolle auf dem Rastplatz Staufenberg hingedeutet, berichtet Zoll-Sprecher Andreas Löhde. Der Fahrer des Kleintransporters hatte angegeben, weder verbotene, noch hochsteuerbare, also verbrauchsteuerpflichtige, Waren geladen zu haben. Dennoch sei das Fahrzeug durchsucht worden. Dabei sei den Zoll-Beamten aus Niedersachsen sofort ein Gewehr hinter dem Fahrersitz aufgefallen. Am Ende entdeckten die Einsatzkräfte rund um den Fahrersitz noch weitere Waffen, darunter eine Axt und einen Totschläger. „Griffbereit deponiert“, heißt es in der Meldung.

Der Sprecher vermutet, Hintergrund für den bewaffneten Transport könnten die Betäubungsmittel gewesen sein, die wiederum unter dem Sitz lagen: insgesamt rund 370 Gramm Marihuana. Dass gleichermaßen Drogen und Waffen bei Kontrollen des Zolls in Niedersachsen gefunden werden, ist keine Seltenheit. Auf der A30 bei Osnabrück war zuletzt auch das Hauptzollamt Oldenburg auf einen ähnlichen Fall aufmerksam geworden.

Zoll-Sprecher: „Da hätte die Situation schnell eskalieren können“

„Bei allem Verständnis für das harte Leben der Fernfahrer, fehlt mir doch für diesen Fahrer jegliches Verständnis“, schreibt Andreas Löhde. „Nachts auf der Autobahn mit Schusswaffen: Da hätte die Situation schnell eskalieren können.“ Zudem lobt er die Beamten vor Ort: „Die eingesetzten Kollegen haben durch ihr ruhiges und besonnenes Handeln entscheidend zur Deeskalation beigetragen und die Situation hervorragend geklärt“.

Der Fahrer wurde laut der Meldung vorläufig festgenommen und der Fall unter anderem wegen der waffenrechtlichen Beurteilung für weitere Ermittlungen an das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main abgeben. Bei großangelegten Zollkontrollen werden die Fahnder mitunter auf zahlreiche ähnliche Fälle aufmerksam – in Bremen gab es eine derartige Großkontrolle Anfang Oktober. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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