Gesundheitliche Risiken unkalkulierbar

Zoll lässt rund 10.000 Flaschen gepanschten Wodka vernichten

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Der Zoll vernichtet rund 10.000 Flaschen mit Methanol verunreinigtem Wodka.

Bramsche - Rund 10.000 Flaschen mit Wodka hat der Zoll in Bramsche bei Osnabrück vernichten lassen.

Der aus Industriealkohol, Methanol und Wasser gepanschte Inhalt, insgesamt rund 8.000 Liter, soll demnächst in einem Recycling-Zentrum verbrannt werden. Die vollen Flaschen wurden dort am Donnerstag zerschreddert.

Die Flaschen sind wegen einer 300-fachen Überschreitung der zulässigen Menge an Methanol sichergestellt worden.

Untersuchungen ergaben in den Flaschen einen Methanolgehalt von bis zu 14,6 Gramm je Liter, wie ein Sprecher der Generalzolldirektion in Bonn mitteilte. Der Inhalt habe damit die zulässige Menge um das 300-fache überschritten und sei hochgefährlich. Die Flaschen wurden in Nordrhein-Westfalen sichergestellt. Zöllner in Bayern waren zuvor auf Unregelmäßigkeiten beim Import von Branntwein aus Italien aufmerksam geworden. Die Spur führte nach Duisburg, wo die unversteuerten Spirituosen umgeschlagen wurden.

„Die gesundheitlichen Risiken für die Verbraucher wären unkalkulierbar gewesen“, erklärte Hans Josef Haas, Vizepräsident der Generalzolldirektion. Die drei Täter wurden laut Zoll bereits zu Bewährungsstrafen zwischen 12 und 21 Monaten verurteilt. Der Steuerschaden lag bei rund 200.000 Euro, das Gebräu landete überwiegend auf dem Schwarzmarkt.

Methanol ist giftig. Die Verbindung aus der Reihe der Alkohole wird auch als Lösungs- und Frostschutzmittel sowie als Treibstoff genutzt.

dpa

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