Schulabbrecher: Niedersachsen runter, Bremen rauf

Hannover - In Deutschland hört jeder 20. Jugendliche vorzeitig mit der Schule auf. Doch es gibt erhebliche regionale Unterschiede bei den Abbrechern. So sind es in Niedersachsen zwar weniger geworden, in Bremen aber mehr.

Die Zahl der Schulabbrecher in Niedersachsen ist weiter rückläufig und lag 2013 bei 4372. 4,8 Prozent der Schüler verließen die Schule ohne Hauptschulabschluss nach 5,1 Prozent im Jahr zuvor, teilte die Caritas am Montag mit. Damit lag Niedersachsen unter dem bundesweiten Schnitt von 5,6 Prozent. 2007 hatten zwischen Harz und Heide noch 7,4 Prozent die Schule ohne Abschluss verlassen. Die Jugendhilfe-Referentin der Caritas, Angela Denecke, zeigte sich zufrieden über die positive Entwicklung, verwies aber auf große regionale Unterschiede.

So habe der Kreis Ammerland mit 2,4 Prozent die niedrigste und die Stadt Emden mit 8,3 Prozent die höchste Quote. Mit ihrer Schulsozialarbeit an 85 niedersächsischen Schulen versucht die Caritas, Schülern zu helfen und sie beim Einstieg ins Berufsleben zu unterstützen. In Bremen stieg die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss dagegen im gleichen Zeitraum von 6,7 Prozent auf 7,3 Prozent - so blieben 2013 nach den Zahlen der Caritas genau 449 Schüler ohne Schulabschluss. Bundesweit beendet etwa jeder 20. Jugendliche seine Schullaufbahn ohne Abschlusszeugnis, das ist eine Stagnation im Vergleich zu 2012.

Zuvor sank die Quote der Abbrecher ohne Hauptschulabschluss seit 2009 mehrfach. Auch von Bundesland zu Bundesland waren die Zahlen dabei sehr unterschiedlich - zwischen 4,4 Prozent (Bayern, Hamburg) und 9,6 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern). Leicht ansteigende Abbrecher-Quoten verzeichneten zuletzt außer Bremen auch Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen und Thüringen.

In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Hamburg sanken die Werte um mehr als einen Prozentpunkt, allerdings meist von einem überdurchschnittlich hohen Niveau aus. Die Situation vor Ort wird laut Caritas durch drei Faktoren geprägt: sogenannte Bundesland-Effekte, der Anteil von Förderschülern und die regionale Arbeitslosenquote.
dpa

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