Weniger Höfe halten Tiere

Zahl der niedersächsischen Ökobetriebe steigt

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Möhrenernte

Hannover - Der Trend ist eindeutig: Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen sinkt.

Dafür werden sie aber immer größer. Das stellt das statistische Landesamt in seinem jüngsten Monatsheft fest. So sank zwischen 2010 und 2016 die Zahl der Betriebe um 9,4 Prozent auf 37.800 Höfe. Die von den Betrieben bewirtschaftete Durchschnittsfläche wurde seit 2010 um 7 Hektar größer und wuchs auf 69 Hektar pro Betrieb. Auch die Zahl der Betriebe, die mehr als 100 Hektar bewirtschaften, nahm zu: 2010 waren es noch 18, inzwischen sind es 21,9 Prozent.

Milchkrise macht sich bemerkbar

Gleichzeitig stieg die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe von 37,7 auf 40,4 Prozent. Die Zahl der Ökobetriebe kletterte um 8,2 Prozent auf 1286 Bauernhöfe. Bei den Ökobetrieben gibt es den Trend, dass immer weniger Höfe ihren Betrieb vollständig auf Ökolandbau umstellen, schreiben die Statistiker.

Durch Teilung der Betriebe in mehrere rechtliche Einheiten sei es möglich, nur die Tierhaltung oder nur den Ackerbau ökologisch zu betreiben. Die Zahl der Höfe mit vollständiger ökologischer Bewirtschaftung sank um 2,6 Prozent auf 1026 Betriebe. Seit 2010 wurden 25 Prozent der Milchkuhhaltungen aufgegeben, ein Hinweis auf die Krise der Milchwirtschaft im vergangenen Jahr.

Getreide beansprucht fast die Hälfte des Ackerlandes

Weil die Bestände in den Vorjahren aber kräftig aufgestockt wurden, lag die Zahl der Milchkühe im vergangenen Jahr noch 11 Prozent über der im Jahr 2010. In den Ställen standen dabei mehr Tiere: Wurden 2010 noch im Schnitt 58 Milchkühe gehalten, waren es 2016 schon 86 Tiere pro Betrieb. Stärker noch ging die Zahl der Schweinehalter in Niedersachsen zurück: Seit 2010 gaben 28 Prozent der Landwirte die Haltung auf.

Die Zahl der Tiere sank im Vergleich zu 2015 nur um 1,6 Prozent auf 8,6 Millionen. Pro Betrieb wurden im Durchschnitt 1400 Schweine gehalten - 2010 waren es noch weniger als 1000 Tiere. Stärkste Anbaufrucht war in Niedersachsen 2016 das Getreide, das 47 Prozent des Ackerlandes beanspruchte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Silomais und der Winterraps.

dpa

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