Zahl der Falschgeldfälle in Niedersachsen gestiegen

Hannover - In Niedersachsen ist vermehrt Falschgeld im Umlauf. Die Zahl der Fälle, in denen eine oder mehrere Blüten sichergestellt wurden, ist nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover im Jahr 2015 deutlich gestiegen.

Obwohl die abschließende Erhebung noch nicht vorliegt, gehen die Ermittler von einem Falschgeld-Plus von bis zu 20 Prozent aus. Eine konkrete Zahl der sogenannten Anhaltefälle für 2015 nannte das LKA nicht. Im Jahr 2014 waren landesweit gut 5700 Fälle registriert worden. Falschgeld wird vorwiegend bei Banken, aber auch in Geschäften entdeckt.

Der Anteil professioneller Druckfälschungen an der Falschgeldmenge sei weiterhin sehr groß, sagte LKA-Sprecher Frank Federau. Geldfälscher wählten zunehmend aber auch den Weg über das Internet. „Dabei werden sowohl fertige Falsifikate als auch Informationen zur Herstellung von Falschgeld angeboten.“

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) wird das Falschgeld von organisierten Gruppen im Internet über illegale Handelsplattformen vertrieben. Zudem werden dort unter anderem gefälschte Hologramme vor allem für falsche 50-Euro-Scheine angeboten.

Wie schon in den Vorjahren wurden 2015 in Niedersachsen vor allem gefälschte 20- und 50-Euro-Scheine verbreitet. Diese Blüten machten 75 bis 80 Prozent des Euro-Falschgeldaufkommens aus, sagte Federau. Gefälschte Münzen spielten dagegen eine immer geringere Rolle. Sie nehmen einen Anteil von nur noch sechs Prozent ein.

Falschgeld kommt nach Einschätzung des LKA vorwiegend bei privaten Einkäufen in Umlauf. Die Täter bezahlten zumeist kleine Beträge mit Blüten, um dann echtes Wechselgeld herauszubekommen, sagte der Sprecher. Dabei nutzen sie Gelegenheiten, bei denen Kassierer oder Kassiererinnen kaum Zeit haben, die Geldscheine auf Echtheit zu kontrollieren.

Das LKA riet dazu, Geld grundsätzlich auf Sicherheitsmerkmale hin zu überprüfen. So solle man den Sicherheitsfaden, das Folienelement oder das Wasserzeichen kontrollieren. „Falschgeld sieht nur auf den ersten Blick echt aus“, sagte Federau. Wer sich Falschgeld andrehen lasse, bleibe auf dem Schaden sitzen. Und Blüten einfach weiterzugeben sei strafbar.

dpa

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