Hausverwaltung entlastet

Wollepark: Polizei kann Betrugsvorwürfe nicht bestätigen

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Mietshäuser im Delmenhorster "Wollepark"

Delmenhorst - Die Polizei Delmenhorst hat die Hausverwaltung diverser Objekte im Wollepark bezüglich sämtlicher Vorwürfe entlastet. In der vergangenen Monaten wurde den Verantwortlichen Betrug vorgeworfen.

Im Wollepark waren in den vergangenen Monaten Nebenkostenzahlungen ausgeblieben, fasst die Polizei den Sachverhalt kurz zusammen. 

Bei den Ermittlungen, welche sich insbesondere auf die Wohneinheiten 11 und 12 konzentrierten, habe sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt. Stattdessen hätten nicht alle Mieter regelmäßig die Kosten für ihre Wohnungen bezahlt. 

Darüberhinaus stand der Vorwurf im Raum, dass Sozialleistungen des Jobcenters seitens der Hausverwaltung nicht weitergeleitet worden waren, doch auch dies konnten die Ermittler nicht bestätigen.

Das Ergebnis der Polizei wird nun zur Überprüfung an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Die Zahl der Mieter in den beiden umstrittenen Wohnblöcken im „Wollepark“ ist in den vergangenen drei Monaten stark zurückgegangen. In den Hochhäusern, die seit Wochen ohne Wasser- und Gasversorgung sind, seien noch 264 Bewohner gemeldet, wie die Stadt Delmenhorst am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Im April waren es noch 347, im Mai noch rund 300. 

„Wir haben durch die täglichen Besuche unserer Betreuer vor Ort den Eindruck, dass sich viel, viel weniger Menschen dort aufhalten als vorher“, bestätigte Rudolf Mattern, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Stadt. Zuerst hatte das „Delmenhorster Kreisblatt“ über den Rückgang der Mieter in den beiden „Problemblöcken“ berichtet. 

Die Polizei verstärkte ihre Sicherheitskontrollen in dem Wohngebiet und seit Montag gibt es eine Brandwache zum Schutz der Bewohner. Dafür wurde laut Stadtverwaltung ein privater Sicherheitsdienst beauftragt, der mit zwei Personen rund um die Uhr in beiden Gebäuden präsent sei. Die Kosten für den Sicherheitsdienst in Höhe von 10.000 Euro je Woche sollen den Eigentümern auferlegt werden.

ml/dpa

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