Traut sich nicht mehr in Wald

„Wolfsopfer“: Jäger klagt an – Jagdhund seit Wolfsbegegnung traumatisiert

Ein Hund schaut an der Kamera vorbei.
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Hund Maja traut sich seit der Begegnung mit einem Wolf nicht mehr in den Wald und musste ihre Ausbildung zum Jagdhund abbrechen.

Seit sie auf einen Wolf traf, ist „Maja“ nicht mehr dieselbe. Die traumatisierte Jagdhündin traut sich nicht mehr, in den Wald zu gehen.

Diesdorf/Waddekath – Eigentlich sollte „Maja“ zu einem guten Jagdhund ausgebildet werden. Doch nach einem Aufeinandertreffen mit einem Wolf traut sich die Hündin nicht mehr in den Wald. Besitzer Wolfgang Kürbis berichtete dem Nachrichtenportal „az-online“ gegenüber, was geschah.

Tiere:Wolf
Wissenschaftlicher Name:Canis lupus
Höhe:80 – 85 cm (Erwachsener, Schulterhöhe)
Länge:1 – 1,6 m (Erwachsener)
Geschwindigkeit:50 – 60 km/h (Rennend)

„Das ist schon etwa drei Jahre her. Bei einem Jagdeinsatz hatte ‚Maja’ Wolfskontakt. Sie wollte zu einer Suche eine Schonung betreten und dort stand ihr plötzlich ein Wolf nur drei Meter entfernt gegenüber“, so der passionierte Jäger. Die Hündin sei derart traumatisiert, dass sie sofort kehrt um machte.

Opfer von Wolf-Begegnung: Hund „Maja“ hat „vor Todesangst Reißaus genommen“

Wolfgang Kürbis: „Vor lauter Todesangst nahm sie Reißaus und rannte zum Auto. Sie wollte nur noch nach Hause.“ Als Jagdhund sei „Maja“ nun nicht mehr zu gebrauchen. „Sie will einfach nicht mehr in den Wald.“ Nicht nur Schafe und Kälber wären typische Wolfsopfer, bekräftigt Hundebesitzer Kürbis.

Mitunter kann es tödlich enden, wenn Wölfe und Hunde aufeinander treffen. Beide Tiere gelten als Todfeinde. Kommt es zu einer Attacke, siegt meist der Wolf, da er dem Hund körperlich weit überlegen ist. In Deutschland sind Wolfs-Attacken auf Hunde extrem selten, noch seltener enden sich tödlich.

Anfang des Jahres sollen zwei Wölfe einen angeleinten Hofhund in Hessen totgebissen haben. Aufnahmen einer Überwachungskamera würden die Attacke zeigen, berichtet das Nachrichtenportal „osthessen-news“. Der „Märkischen Allgemeinen“ zufolge wurde eine Terrier-Hündin in Brandenburg mutmaßlich Opfer einer Wolfsattacke. Auch „agrarheute“ ist sich sicher: In Sachsen starb bereits der dritte Hund durch Wölfe.

Angriffe von Wölfen in Niedersachsen: Reiterin offenbar von Wölfen gejagt

Beliebteste Beute von Wölfen bleiben aber immer noch Weidetiere: So hatte in Niedersachsen ein Wolf zuletzt gleich 25 Schafe getötet. Auch Deichschäfer Kay Krogmann warf in Cuxhaven das Handtuch aufgrund von Wolfsattacken.

Seitdem die Wolfspopulation in Deutschland wieder wächst, nehmen die Berichte von Wolfsbegegnungen zu. So fühlte sich etwa eine Reiterin in Niedersachsen bei einem Ausflug „von zwei Wölfen gejagt“. kreiszeitung.de hat erklärt, wie sich Reiter vor Wolfsangriffen schützen können. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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